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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
W
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Witherit 
483 
Wolle 
gibt auch ein gutes, die Farben nicht beein 
trächtigendes Flußmittel für Porzellan-, Glas- und 
Emailmalerei und wird außerdem zur Erzeugung 
von Irisfarben auf Porzellan benutzt. — Das beim 
Verbrennen von Wismut oder beim Glühen seiner 
Verbindungen erhaltene gelbe Wismutoxyd fin 
det an Stelle des Bleioxyds zur Herstellung op 
tischer Gläser, das Karbonat, Zitrat und Al- 
buminat medizinische Verwendung. — Das ba- 
sisch-gerbsaure Wismut, Wismutsubgal- 
lat (lat. Bismutum subgallioum, frz. Gaüate ba- 
sique de bismuthe, engl. Subgallate of bismuth) 
hat unter dem Namen Dermatol Bedeutung als 
Verbandmittel erlangt. 
Witherit, neben dem Schwerspät das wich 
tigste Bariummineral, erscheint in den rein 
sten Arten farblos oder weiß, meist jedoch durch 
Beimengungen grau oder gelblich und bildet 
kugelige, trauben- oder nierenförmige Klumpen, 
seltener größere, deutliche Kristalle des rhombi 
schen Systems, Der W. besteht aus Barium 
karbonat, BaC0 3 , mit 77,7% Bariumoxyd und 
22,3 0/0 Kohlensäure und findet sich hauptsächlich 
bei Peggau in Steiermark, Leogang bei Salzburg 
und Aiston in Cumberland. Er ist der geeignetste 
Rohstoff zur Bereitung von Blanc fixe und an 
deren Barytverbindungen und wird im fein gemah 
lenen Zustande auch als Gift für Ratten und 
Mäu^e verwandt. Die Versendung geschieht in 
Fässern von 300 kg. 
Wodnjika, ein serbisches Nationalgetränk von 
zweifelhaftem Genuß werte, wird in der Weise 
hergestellt, daß man ein Gemisch von Wacholder 
beeren, Senf und Meerrettich mit Wasser bei 
höherer Temperatur einem Gärungs- und Säue 
rungsprozeß überläßt. Die stark nach Wacholder 
riechende und sauer schmeckende Flüssigkeit 
enthält nach König in 100 ccm 0,83 g Alkohol, 
0,98 g Extrakt, 0,4 g Essigsäure und 0,05 g 
Zucker. Bei feineren Sorten setzt man der 
Maische wohl auch geröstete Birnen oder Most- 
bimen, Äpfel,- Quitten, Zitronen oder Orangen zu. 
Wolfram (frz.Wolfram, engl. Wolframium), ein 
dem Uran und Molybdän verwandtes metalli 
sches Element, findet sich in der Natur nicht 
gediegen, sondern nur als Wolframit (Wolf 
ram), eine isomorphe Mischung von wolfram- 
saurem Eisen- und Manganoxydul, ferner als 
Scheelit oder Tungstein (wolframsaures Kal 
zium) und Scheelbleierz (wolframsaures Blei). 
Die wichtigsten Lagerstätten sind auf den Zinn 
erzgruben von Zinnwald und Altenberg in Sachsen, 
sowie von Monroe in Connecticut. Für die Dar 
stellung des Metalles wird der Wolframit zu 
nächst zur Entfernung von Schwefel und Arsen 
geröstet und dann entweder mit Salzsäure aus 
gezogen, wobei die Wolframsäure (Wolfram- 
trioxyd), WO3, als ein gelbes Pulver zurückbleibt, 
oder aller mit Soda geschmolzen und aus dem 
mit Wasser gelösten Natriumwolframat die Wolf 
ramsäure mit Salzsäure gefällt. Australischer 
-Scheelit gibt bei einfacher Behandlung mit Salz 
säure ebenfalls Wolframsäure, die nach dem 
Trocknen durch Glühen mit Kohle oder imWasser- 
stoffstrom zu metallischem W. reduziert wird. 
Das letztere bildet ein stahlgrau glänzendes, sehr 
hartes und schweres Pulver vom spez. Gew. 19 
und dem Atomgewicht W= 184. Das sehr spröde 
und für sich allein kaum schmelzbare Metall fin 
det vielfache technische Anwendung zur Her 
stellung außerordentlich harter Eisen- und Stahl 
sorten (Wolframstahl), die für Werkzeuge und 
Panzerplatten viel gebraucht werden. Auch ver 
wendet man den W.-Stahl wegen seiner Eigen 
schaft, den Magnetismus länger zu halten, in der 
Telegraphie als Magnet. Reines W. dient als 
Glühfaden in elektrischen Glühlampen. — Von 
den Verbindungen des W. wird das durch Auf 
lösen von Wolframsäure in Natronlauge dar 
gestellte wolframsaure Natrium, Na 8 W0 4 , in 
wäßriger Lösung zum Imprägnieren von dünnen 
Geweben, Ballkleidern, Vorhängen und Theater 
dekorationen benutzt, um diese unentflammbar 
zu machen. Weiter dient es zum Beschweren von 
Seide und als Ersatz von Zinnbeize in der Fär 
berei. Wolframsaures Zink und Barium 
sind gut deckende weiße Anstrichfarben. Wolf 
ramdioxyd bildet das schöne Wolframbraun, 
wolframsaures Wolfraraoxyd einen schönen 
blauen Farbstoff (blauer Karmin) und wolf 
ramsaures Wolframoxydnatron (Wöhlers 
Wolframbronze) schöne goldgelbe Schüppchen, 
die sich wie Goldbronze verwenden lassen. 
Wolfs trapp (schwarzer Andorn, lat. Herba 
ballotae lanatae seu marubii nigri, frz. und engl. 
Bailote), ein in Sibirien heimisches Kraut aus 
derFamilie derLabiaten, Ballota nigra, be 
sitzt graugrüne, handförmige Blätter mit vier 
eckigem Stengel, die mit einem weißwolligen 
Überzüge versehen sind. Das Kraut enthält als 
hauptsächlichste Bestandteile Gerbstoff und einen 
Bitterstoff Ballotin und wird als Mittel gegen 
Fieber und Asthma verwandt. 
Wolle (frz. Laine, engl. Wool), das Haar der 
Schafe, bildet den am längsten bekannten und 
noch heute wichtigsten Stoff zur Herstellung von 
Kleidungsstoffen. Während früher bei uns die 
W. der gewöhnlichen Landschafe auf Tuche ver 
arbeitet worden war, begann vor mehr als 100 
Jahren die Einfuhr der edlen spanischen oder 
eigentlich maurischen, aus Afrika stammenden 
Merinos, deren beste Vertreter die feinste Elek- 
toralwolle liefern und als Eskurials zu bezeich 
nen sind. Sie werden nur im Stalle gehalten, 
während die aus ihnen entstandenen Negrettis 
mit dichterem, kräftigem und nicht ganz so 
feinem Vlies auch Weidevieh sind. Durch sorg 
fältige Kreuzung und Züchtung hat man in 
Deutschland, namentlich in Sachsen und Preußen, 
Rassen erzielt, deren Haar besser, weicher und 
zarter als dasjenige der spanischen Merinos ist. — 
Die Beschaffenheit der Wolle hängt außer von 
der Rasse vor allem von Klima, Boden, Pflege 
und Nahrung ab. Die früher übliche Unterschei 
dung in kurze und lange W. hat bei dem heu 
tigen fortgeschrittenen Stande der Spinnerei 
technik nicht mehr ihre alte Bedeutung und ist 
daher meist durch die Begriffe weich und hart 
ersetzt worden, denn hiervon hängt die Verwen- 
wendung als Streich- oder Kammwolle ab, weil 
harte W. nicht verfilzbar ist. Weitere Merkmale 
der Einteilung sind Feinheitsgrad, Kräuselung, 
Glanz, Elastizität, Festigkeit, Gleichförmigkeit 
und Geschmeidigkeit. Besonders wichtig ist die 
Gleichmäßigkeit, die voraussetzt, daß nicht nur 
die Vliese verschiedener Tiere, sondern auch die 
von verschiedenen Körperstellen eines Tieres 
herrührenden Haare nicht zu abweichend be
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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