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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Z
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Ziegel 
492 
Zimt 
land wird am ausgebreitetsten in der Gegend von 
Magdeburg betrieben, aber auch bei Braun 
schweig, Heringen und Hannover, am Rhein, 
in Baden, Württemberg und Schlesien findet 
man Zicborienfelder. Die Z. verlangt Lehm- oder 
leichten, aber kalkhaltigen Ton- und Tonmergel 
boden und reichliche Düngung. Zur Herstellung 
des Kaffee-Ersatzes werden die Wurzeln in Schei 
ben oder kleine viereckige Stückchen zerschnitten 
und hierauf im Darrofen getrocknet. Das Rösten 
geschieht gewöhnlich unter Zusatz von x—2 °/o 
Fett in großen, den Kaffeetrommeln ähnlichen 
Blechzylindem, und die geröstete Wurzel muß 
sofort, bevor sie durch Anziehen von Feuchtig 
keit zähe geworden ist, gemahlen werden. Das 
Pulver wird in Fässer oder in die bekannten 
kleinen zylinderförmigen Papierpakete verpackt 
und dann in Kellerräumen mehrere Wochen der 
Einwirkung feuchter Luft ausgesetzt, worauf der- 
Inhalt eine dunkelschwarzbraune, zähe, bröck 
lige, bisweilen auch etwas schmierige Masse bil 
det. In dieser Form gelangt sie zum Verkauf. 
Der durch kochendes Wasser erhaltene tief 
dunkelbraune Aufguß ist gewöhnlich etwas trübe 
und schmeckt bitterlich süß. Die Z. benutzt man 
entweder für sich allein zur Herstellung eines 
Getränkes, oder als Zusatz zu Bohnenkaffee, 
dessen Geschmack und Aroma er weniger ver 
ändert als andere Ersatzstoffe, wie Rüben, Eicheln 
usw. Trotz ihrer Billigkeit wird sie doch häufig 
verfälscht, hauptsächlich mit anderen gerösteten 
Wurzeln, wie Möhren oder Zuckerrüben. Be 
sonders letztere bilden als Rübenschnitzel der 
Zuckerfabriken das häufigste Verfälschungsmittel 
und können mikroskopisch nachgewiesen werden. 
Erdige Beimischungen, Sand usw., lassen sich 
durch die Aschenbestimmung erkennen. Der 
Gehalt an Asche darf 8°/o, der .Sandgehalt 2,5 °/o 
nicht überschreiten. Besondere gesetzliche Be 
stimmungen über Z. bestehen zurzeit in Deutsch 
land und Österreich noch nicht, während in Bel 
gien folgende Vorschriften für die Z. festgelegt 
sind: Zichorie darf, bei ioo° getrocknet, nicht 
mehr als 15 °/o an Gewicht verlieren, ferner in 
pulverförmigem Zustande nicht mehr als 10 0/0, 
im gekörnten Zustande nicht mehr als 8 °/o Asche 
hinterlassen und höchstens 2 °/o Fett- oder Zucker- 
Zusatz erhalten haben. 1907 betrug die Anbau 
fläche für Z. in Deutschland 6170 ha, der Ertrag 
1,6 Millionen Dopelzentner. der Wert der ge 
rösteten Z. 58/4 Millionen Mark. 
Ziegel (Backsteine, Mauersteine), die ein 
fachsten Tonwaren, werden aus dem häufig vor 
kommenden Lehm, der bereits die zweckmäßigste 
Mischung von Ton, Sand, Eisenoxyd und mit 
unter auch Kalk enthält, hergestellt, und nur 
solche Lehmsorten, die nidht mager, sondern 
durch hohen Tongehalt zu fett sind, erhalten 
einen Zusatz von Sand, um das Verziehen beim 
Brennen zu verhindern. Der gegrabene Lehm 
bleibt eine Zeitlang, am besten einen Winter hin 
durch, im Freien liegen, wodurch er bildsamer 
wird, und wird dann eingesumpft und durch 
Treten mit den Füßen von Steinen und Kalk 
nieren befreit. Der Ersatz dieses urwüchsigen 
Verfahrens durch Maschinenarbeit (sog. Ton 
scheider) bedeutet eine wesentliche Verein 
fachung, liefert aber eine unreinere Masse. Die 
mit der Hand oder ebenfalls mit Maschinen ge 
formten Ziegel werden lufttrocken gemacht und 
in Ringöfen gebrannt. Sie sind dann porös und 
durchlässig für Wasser und Luft, haften an der 
Zunge und besitzen erdigen Bruch. Die mehr 
oder weniger rote Farbe rührt von einem Gehalte 
au Eisenoxyd her. Bei zu hoher Temperatur 
des Ofens gebrannte Z., die oberflächlich ge 
schmolzen sind und eine glatte, glasartige Haut 
von grüner, gelber oder brauner Farbe erhalten 
haben (sog. Klinker oder Glasköpfe), saugen 
kein Wasser ein und sind für gewöhnliche Bauten 
unbrauchbar, weil sie den Mörtel nicht binden, 
können aber zu Wasserbauten benutzt werden. 
Zur Herstellung von Dachziegeln muß der Ton W 
besonders sorgfältig vorbereitet werden. Ver-i“ 
blendsteine nennt man eine gewisse Sorte gut 
gearbeiteter Ziegel mit glatter Oberfläche, die zu 
Rohbau ohne Abputz Verwendung finden. Auch 
werden glasierte Z. gebrannt. Zu Isolierungs 
zwecken stellt man Ziegel unter Verwendung 
von Korkabfällen her. Zur Ermittlung des 
Gebrauchwertes der Z. bestimmt man ihre Druck 
festigkeit, ihr spez. Gew., die Porosität, Frost 
beständigkeit und das Wasseraufsaugungsver 
mögen. Außerdem prüft man die Steine auf das 
Vorhandensein wasserlöslicher Salze, sowie von 
Kalziumkarbonat, Gips und Schwefelkies. 
Zimt (Zimmt, Zimtkassia, Zimtrinde, 
Kaneel, lat. Cinnamomum, frz. Cannelle, engl- 
Cinnamom), ein überaus wichtiges Gewürz, das 
auch medizinische Bedeutung besitzt, besteht aus 
den Rinden verschiedener tropischer Bäume, die 
alle der Familie der Lorbeergewächse oder 
Laurineen entstammen und besonders der Gat 
tung Cinnamomum angehören. Die Bäume 
haben aromatische, immergrüne Blätter, Rispen 
blüten und einsamige, vom Perigon becherförmig 
umhüllte Früchte. Die beiden wichtigsten Zimt 
sorten sind der chinesische und der Zeylon- 
zimt. — Der chinesische Z., Zimtkassia (lat- 
Cortex cinnamomi chinensis, cinnamomi cassiae, 
Cassia lignea, frz. Gasse de chine, Cannelle de 
Chine, engl. Cassia hark) stammt von Cinnamo 
mum Cassia (Nees) Blume. Der Baum ist im 
südlichen China und in Kotschinchina heimisch 
und wird in den chinesischen Provinzen Kwangsi 
und Kwangtung, sowie jauch in Kotschinchina und 
auf Zeylon, den Sundainseln und an der Küste 
von Malabar angepflanzt. Er hat ganzrandigc. 
unterseits weichhaarige, dreinervige Blätter und 
gelblichweiße Blütenstände. Man läßt die Bäum 
chen sechs Jahre alt werden und schält die Rinde 
von den etwa 2 cm dicken Zweigen im März. 
April und Mai, indem man die Blätter und klei 
neren Zweige entfernt, zwei Längsschnitte macht, 
hierauf in 45—50 cm Entfernung Querschnitte aDr 
bringt und schließlich die Rinde mit einem 
Hornmesser ablöst. Die noch frischen Rinden- 
streifen werden von dem Korke oberflächlich 
durch Abkratzen befreit und nach dem Trocknen 
in Bündel zusammengebunden. In das Inner® 
derselben wird herkömmlicherweise der beim 
Schälen erhaltene Abfall, die sog. Chips, ver 
teilt. Der chinesische Z. bildet einseitig gerollt® 
Röhren oder Halbröhren von so cm Längf. 
o,s—3 cm Durchmesser und i—3 mm Dicke. Di® , 
rotbraunen Stücke enthalten teilweise noch Kork' 
reste und haben korkartig glatten Bruch- 
Dar Geschmack ist würzig, zugleich aber etwas
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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