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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Z
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Zinnober 
498 Zirkon 
sich in England auf 24000 t, in Deutschland auf 
19300 t. 
Zinnober, das wichtigste Quecksilbererz (siehe 
Quecksilbersulfid) mit 86,3 % Quecksilber und 
13,7% Schwefel, findet sich auf Lagern und 
.Gängen im Schiefer-, Übergangs- und Flöz 
gebirge und ist an seiner Farbe und anhängenden 
Metalltröpfchen leicht kenntlich. Er kommt kri 
stallisiert in Rhomboedern und sechsseitigen Pris 
men, ferner in Platten und derben, kleinkörnigen 
bis dichten Massen vor, ist spaltbar, in Kristallen 
halbdurchsichtig und metallglänzend und besitzt 
eine koschenille- oder scharlachrote Farbe. Die 
reinsten, besonders schön gefärbten Stücke wer 
den ausgesucht als Berg-Z. in den Handel ge 
bracht, die übrigen, sog. Stück-Z., ein- bis drei 
mal gemahlen und nach Güte und Farbenton 
sortiert. Als Farbe wird jetzt meist künstlicher. 
Z. (s. Quecksilbersulfid) benutzt, während der 
natürliche zur Darstellung von Quecksilber dient. 
Zinnverbindungen. DasZinn bildet zweiReihen 
von Verbindungen: Oxydul- oder Stannoverbin- 
dungen und Oxyd- oder Stanniverbindungen 
(Zinnsäureverbindungein).— Zinnchlorid (Zinn 
tetrachlorid, früher zweifach Chlorzinn ge 
nannt, lat. Stannum bichloratum, frz. Deuto- 
chlorure d’ötain, engl. Perchloride of tin) wird 
durch Auflösen von Zinn in heißem Königswasser 
oder durch Einleiten von Chlor in eine Zimn- 
chlorüdösung in Form weißer Kristalle mit fünf 
Molekülen Kristallwasser erhalten, aber meist 
in wäßriger Lösung in den Handel gebracht. 
Wasserfreies Z., SnCl^, wird fabrikmäßig durch 
Erhitzen von trockenem Zinnchlorür oder von 
metallischem Zinn im Chlorstrome und nach 
folgende Destillation dargestellt. Es bildet eine 
farblose, an der Luft rauchende Flüssigkeit, die 
bei 114° siedet und beim Vermischen mit der 
dreifachen Menge Wasser das obenerwähnte 
wasserhaltige kristallisierte Salz, die sog. Zinn- 
butter, Butyrum Stanni, liefert. Das Z. findet 
Anwendung in der Färberei als Beize und als 
Avivierungsmittel, ferner zum Beschweren von 
Seide und zur Darstellung von Florentiner Lack, 
Karmin- und anderen Farblacken. — Durch Fäl 
lung von Z. mit Ammoniumchlorid oder Na 
triumchlorid erhält man neutral reagierende Dop 
pelsalze, das Ammonium-Z. (Pinksalz, lat. 
Stannum bichloratum ammoniatum, frz. Bichlo- 
rure d’ötain ammoniacal, engl. Pink Salt) und das 
Natrium-Z. (krist. Chlorzinn), die als Beizen 
in der Färberei Anwendung finden. —• Zinn 
chlorür (Zinndich 1 orid, einfach Chlor 
zinn, lat. Stannum chloratum seu muriaticum, 
frz. Protochlorure d’ötain, engl. Tin-salt) ent 
steht beim Erwärmen von feinen Zinndrehspänen 
mit 2$ tyoiger Salzsäure und Eindampfen bis zur 
Kristallisation in Gestalt farbloser, meist etwas 
feuchter Kristalle, die zwei Moleküle Kristall 
wasser enthalten. Bei vorsichtigem Erwärmen 
auf ioo° wird es wasserfrei, schmilzt bei 250 0 
und destilliert bei 606 0 . Z., SnCJ 2 , löst sich in 
salzsaurem Wasser und in Alkohol und wird 
durch viel Wasser unter Abscheidung eines basi 
schen Salzes zersetzt. Es muß daher, vor der Ein 
wirkung von Luft und Feuchtigkeit geschützt, 
vorsichtig aufbewahrt werden. Z. findet be 
schränkte medizinische Anwendung, wird aber 
unter dem Namen Zinnsalz in großen Mengen 
als Beizmittel in der Färberei, zum Reduzieren 
von Indigo, zur Darstellung von Goldpurpur 
(s. d.) und zum Avivieren benutzt. Im Handel 
findet es sich meist als i2t/ 2 °/oige (einfach 
Chlorzinn) oder als2S%ige (doppelt Chlor 
zinn) wäßrige Lösung. Eine gesättigte Lösung 
in Salzsäure wird als Bettendorfs Reagens 
zum Nachweise von Arsen, mit dem es sich 
braun färbt, angewandt. Unter Zusatz von etwas 
Salpetersäure hergestellte Zinnchloridlösungen 
bilden die sog. Zinnkompositionen (Rosier- 
salz, Barwood-, Blauholz-, Gelb-, Schar 
lachkomposition, Bancrofts Beize).—Zinn 
oxyd (Zinndioxyd, Zinnsäure, lat. Stannum 
oxydatum, frz. Oxyde d’ötain, engl. Calcined tin), 
Sn0 2 , entsteht beim Schmelzen von Zinn an der 
Luft, wobei sich das Metall in ein graues Pulver 
verwandelt. Durch Schlämmen läßt sich das 
letztere in unverändertes Metall und weißes Oxyd 
scheiden, das als sog. Zinnasche ?in ausgezeich 
netes Schleif- und Poliermittel, namentlich für 
Stahl, ist. Außerdem erhält man das Z. durch 
Behandlung von Zinn mit Salpetersäure und 
durch Ausfällen von Zinnsalzlösung durch Alkali. 
Zusätze von Schwerspat und Gips, mit denen das 
gelblich- bis grauweiße amorphe Pulver häufig 
verfälscht wird, lassen sich daran erkennen, daß 
das Z. beim Schmelzen mit Ätznatron in wasser 
lösliches zinnsaures Natron (Natriumstan 
nat) übergeht. Das letztere findet unter der Be 
zeichnung Grundier- oder Präpariersalz An 
wendung als Beize zur Herstellung von Farb 
lacken auf der Faser, das Oxyd selbst zur Er 
zeugung undurchsichtiger Milchgläser, weißer Ka 
cheln und Emails. — Zinnsulfid, SnS 2 , bildet 
das sog. Musivgold (s. d.). 
Zirbelnüsse (Arvennüsse, Pinien, lat. Se 
men seu Nuces pinearum seu cembrae, frz. Noix 
de pignon, engl. Pine kemels), die dreikantigen, 
unter den Schuppen der Zapfen sitzenden Samen 
der Arve (Pinus Cembra), einer in den Alpen, 
Karpathen und Sibirien wachsenden Konifere, 
werden namentlich in Sibirien in großen Massen 
längs der Ufer des Ob gesammelt und unter dem 
Namen Schischisch als Nahrungsmittel ver 
braucht. Getrocknet dienen sie als Vogelfutter 
für Papageien. 
Zirkon (Hyazinth), ein Mineral, das aus 
kieselsaurer Zirkonerde und etwas Eisen 
oxyd besteht, findet sich an ziemlich zahlreichen 
Fundorten in Böhmen, Norwegen, Frankreich 
und im Rheinland (im Basalt), aber immer nur 
in kleiner Menge, und nur an wenigen ' Stellen 
in solcher Beschaffenheit, daß es als Edelstein 
gelten kann. Die Hauptfarbe des Z. ist tiefrot 
oder gelbrot, doch gibt es auch wasserhelle, 
welche durch ihre lichtbrechende Kraft den Dia 
manten nahe kommen. Die gelbroten Z. mit 
7V2 Härtegraden heißen Hyazinthe. Andere 
Farben, wie olivengrün, grau, braun und braun 
gelb, sind gewöhnlich nicht besonders lebhaft- 
Zeylon und Madras liefern die schönsten roten 
und farblosen Steine, schöne gelbrote finden sich 
im Ilmengebirge (Ural) in Rußland und in 
Australien. Die Z., die in schönen großen roten 
und farblosen Steinen einen ansehnlichen Wert 
haben, werden zu Ringsteinen, Einfassungen und 
Garnierungen benutzt. — Die weiße Zirkon 
erde (das Oxyd des Metalles Zirkonium), ZrOo,
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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