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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Achat 
2 
Äpfel 
ausgezogenen, gelben bis braunrötlichen Stücke 
von glasigem Bruche sind durchscheinend und 
weicher als arabisches Gummi und werden dem 
Senegalgummi ähnlich benutzt. 
Achat (frz. Agate, engl. Ajat, Agate) ist ein 
aus verschiedenfarbigen Varietäten des Quarzes 
(Chalzedon, Jaspis, Amethyst) schichten- oder 
Streifenförmig zusammengesetztes Mineral, das 
nach der Form der auf Schliffen zutage treten 
den Zeichnungen als Wolkenachat, Band 
achat, Festungsachat usw. bezeichnet wird. 
In der Nähe der wichtigsten deutschen Fund 
orte Idar und Oberstem hat sich eine blühende 
Industrie entwickelt, welche den A. zu Schmuck 
sachen, .Reibschalen u. dgl, verarbeitet, neuer 
dings aber wegen Erschöpfung der dortigen 
Gruben auf die Einfuhr von Rohmaterial aus 
Südamerika und Australien angewiesen ist. Die 
A. werden geschliffen und poliert, bisweilen auch 
gefärbt und mit anderen Steinen, besonders 
Chalzedon, Onyx, Karneol, Krökydolith zusam 
men verarbeitet. Gefärbte A. werden besonders 
im Orient als Mekkasteine verkauft. 
Äctol (Milchsaures Silber, C 3 H 5 0 8 Ag), ein 
lichtempfindliches weißes Kristallpulver, wird 
zur Desinfektion von Wunden und Verband 
stoffen (Katgut, Seide) benutzt. 
Adalin, Bromdiäthylazethylharnstoff, C 2 H 3 . 
N 2 0 2 .C.ßr(C 2 H ri ) 2 , wird neuerdings als Schlaf 
mittel angewandt. 
Adamsäpfel (Paradiesäpfel, frz. Pomme 
d’Adam, engl. Adams apple) nennt man eine 
besondere Art der Zitronen von gelber bis 
grüner Farbe, dicker Schale und mehreren Ein 
drücken am oberen Ende. Die Früchte werden 
von Italien aus in Kisten von 190 bis 200 Stück 
versandt, wobei jede einzelne mit Papier und 
Werg umwickelt ist. Außerdem liegen in glei 
cher Zahl kleine grüne, mit Fäden umwundene 
Zweige (Chodes) und 2,5—3 m lange Palmen 
zweige dabei, welche von den Juden zur Aus 
schmückung ihrer Laubhütten benutzt werden. 
— Bisweilen werden auch die Tomaten ünd die 
Bananen (s. d.) als A. bezeichnet. 
Adiowänsamen (Ajowansamen), die grau 
braunen, eiförmigen, fünfriefigen, behaarten und 
aromatisch riechenden Früchte einer in Ostindien 
heimischen Umbellifere, Ptychotis Ajowan, 
wurden früher als Arzneimittel verwendet. Jetzt 
destilliert man daraus ein ätherisches Öl, das 
Adiowänöl, welches zur Bereitung von Thy 
mol benutzt wird. 
Adhrvitriol (Salzburger Vitriol, Doppel 
vitriol, Admonter Vitriol, lat. Cuprum sul- 
furicum medium, frz. Vitriol double, engl. Eagle 
vitriol), eine aus Eisenvitriol und Kupfer 
vitriol in verschiedenen Verhältnissen zusam 
menkristallisierte Mischung, wird in der Färberei 
angewandt. Je nach dem Kupfergehalte sind 
entweder 1, 2, 3 oder 4 Adlerzeichen auf dem 
Faßdeckel eingebrannt. Den geringsten Kupfer 
gehalt besitzt die Marke i Adler. Man unter 
scheidet: Salzburger A., Zweiadler mit 24D/0 
Kupfervitriol, Admonter A. mit'iyo/o, Admon 
ter Zweiadler mit 20 0/0, Goslar er A. mit 90/0, 
Gräfenthaler A. mit 29°/o- Der A. wird ge 
wöhnlich durch Oxydation von kupferkieshalti 
gen Eisenkiesen dargestellt. 
Adonidin (lat. Adonidinum, frz. Adonidine), 
das wirksame giftige Prinzip von Adonis ver- 
nalis, wird seit einigen Jahren medizinisch ver 
wendet. Es gehört zu den Glykosiden und bildet 
färb- und geruchlose, äußerst bitter schmeckende 
Kriställchen, die in Alkohol leicht, in-Äther und 
Wasser wenig löslich sind. Die Wirkung ist der 
Digitalis ähnlich, aber nicht kumulativ. 
Adrenalin, Suprarenin, ein aus Rinderniere 
gewonnenes Heilmittel, das gegen Blutungen, 
Herzstockung (Kollaps), bei Narkosen, Ka 
tarrhen usw. verordnet wird. Neuerdings wird 
es als ein Derivat des Brenzkatechins (o-Dioxy- 
phenyläthanolmethylamin, C 9 H 13 N0 3 ) von den 
Plöchster Farbwerken aus Chlorazetobrenzkate- 
chin synthetisch dargestellt. Das grauweiße, in 
Wasser unlösliche Pulver schmilzt bei 212 0 . Von 
seinen Verbindungen finden das leicht lösliche 
salzsaure und borsaure Salz Anwendung. 
Adsella, ein alkoholfreies, aus abgerahmter 
Milch gewonnenes kohlensäurehaltiges Getränk. 
(Champagner-Milch.) 
Adular (frz. Opaline, engl. Pearl-stone), eine 
besondere Varietät des monoklinen Feldspates 
vom Härtegrade 6, wird als Halbedelstein zu 
Schmuckgegenständen verarbeitet und führt im 
Handel je nach Färbung und größerer öder ge 
ringerer Durchsichtigkeit verschiedene Namen, 
z. B. Mondstein, Sonnenstein, Fischauge, 
Wolfsauge, Wasseropal. Der Sonnenstein 
zeigt einen rötlichgelben Schein, der schweize 
rische Mondstein einen bläulichen, der zeyloni- 
sche einen silbernen Schimmer. Gute Exemplare 
werden ziemlich hoch bezahlt. 
Adurol, ein photochemischer Entwickler, wird 
aus Hydrochinon durch Einführung von Brom 
gewonnen. Man stellt zweckmäßig eine Lösung 
A aus 10 g Adurol, Sog krist. Natriumsulfit und 
500 g Wasser und eine Lösung B aus 60 g Pott 
asche und joo g Wasser her, die' große Halt 
barkeit besitzen und im Verhältnis von iTeilA 
mit 1 Teil B und 1 Teil Wasser gemischt, mehr 
mals benutzt werden können. 
Apfel (frz. Pommes, engl. Apples), die Früchte 
des Apfelbaums, Pirus malus, der in 
den Ländern der gemäßigten Zone, hauptsäch 
lich aber in Deutschland, Böhmen, Mähren, Un 
garn, Tirol, Frankreich, Schweden, Rußland und 
den Vereinigten Staaten angebaut wird. Von den 
mehr als 1400 Sorten sind: Reinetten, Kal 
villen, Borsdorfer, Rosmarinäpfel, Raiii- 
bour-Ä., Stern-Ä. als die wichtigsten namhaft 
zu machen. Die Äpfel bilden einen bedeutenden 
Handelsartikel und werden oft weithin versandt. 
So gehen z. B. große Schiffsladungen von Ä. 
aus Böhmen auf der Elbe nach Norddeutsch 
land und weiter. In Frankreich besitzt Havre 
einen großen Ausfuhrhandel. — Die feinsten 
Sorten werden beim Versand einzeln in Papier 
gewickelt und in Kisten oder Körbe gepackt. In 
neuerer Zeit gelangen ungeheure Mengen ameri- 
kanischerÄ. zur Einfuhr, mit denen unsere deut 
schen Erzeugnisse hinsichtlich des Aussehens 
und Preises in keiner Weise konkurrieren können. 
Da die letzteren aber an Geschmack und Aroma 
weit überlegen sind, würde sich in der Züchtung 
feiner Tafeläpfel für unseren heimischen Obst 
bau ein aussichtsvolles Feld darbieten. Von den 
zahlreichen aus Ä. hergestellten Erzeugnissen
	        

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Versand- Und Zollvorschriften Im Verkehr Mit Dem Ausland [Im Aufl. D. Bergischen Industrie U. Handelskammer Zu Reimacheid Zusgest U. Bearb von D. Zollauskunftstelle D. Handelskammer]. Ziegler [u.a.], 1927.
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