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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Diamol 
88 
Dörrgemüse 
Diamol, DiamidophenolChlorhydrat, wird als 
photographischer Entwickler benutzt. 
Diaphanbilder (Lithophanien) nannte man 
früher sehr verbreitete Fensterbilder, Platten aus 
unglasiertem Porzellan (Biskuit), die, gegen das 
Licht gehalten, infolge des Vorhandenseins dün 
nerer und dickerer Stellen ein Bild durchschei 
nen ließen. Seit den Fortschritten der Photo 
graphie benutzt man besondere Diapositiv 
platten zur Herstellung. 
Diastase, das in zahlreichen Pflanzenteilen 
und tierischen Säften (Speichel) enthaltene Fer 
ment, welches Stärke in Zucker (Maltose und 
Stärkezucker) zu verwandeln' vermag und das 
wirksame Prinzip des Malzes bildet, wird durch 
Extraktion von Malz mit verd. Alkohol gewonnen 
und kommt als hellgelbes Pulver in den Handel. 
Dicköl. Unter dieser Bezeichnung versteht 
man im Handel zum Teil verharztes Terpentinöl. 
Man läßt zu seiner Herstellung Terpentinöl in 
flachen Schalen, der Einwirkung der Luft aus 
gesetzt, verdunsten, und benutzt es in der Glas 
end Porzellanmalerei. 
Didym, ein metallisches Element aus der Gruppe 
der seltenen Erden, Welches in einigen Minera 
lien als Begleiter des Zeriums (s. d.) auftritt, ist 
eigentlich ein Gemisch zweier Elemente, Neodym 
und Praseodym, von denen das erstere 
grüne, das andere rote Salze bildet. Die Ver 
bindungen des D., welche als Nebenprodukte 
bei der Gewinnung des Thoriums entstehen, 
besonders das Didymchlorid, finden als wirk 
same und billige Desinfektionsmittel, das Neo 
dymnitrat außerdem in der Glasherstellung 
zum Entfärben der Glasmasse, Anwendung. 
Digitalin (lat. Digitalinum, frz. Digitaline, engl. 
Digitalin). Der unter diesem Namen in den Han 
del kommende giftige Bestandteil des Finger- 
hutkräutes (s. d.), bestand früher immer aus 
einem Gemenge der verschiedenen, in diesem 
Kraut enthaltenen charakteristischen Stoffe, die 
je nach der Darstellungsweise in wechselnden 
Mengen vorhanden waren. Diese als deutsches 
Digitalin (Digitalinum purum pulveratum), Di 
gitaline crystallisöe Nativelle (frz. D.) und 
Digitaline amorphe Homolle bezeichneten 
Alkaloidgemische haben jedoch zurzeit nur noch 
historisches Interesse, seit die Einzelbestandteile, 
Digitalih und Digitoxin, in reinem Zustande 
in den Handel gebracht werden. 
Dikafett (Ad ika) ist ein aus den Samen der 
in Gabon wachsenden Irwirigia Barteri ge 
wonnenes und seit einigen Jahren in den Handel 
gebrachtes Pflanzenfett. Die Samen, welche auch 
zur Darstellung einer schokoladenartigen Masse 
(Dikabrot, Chocolat de Gabon) verwandt wer 
den. enthalten 60—66°/o eines der Kakaobutter 
ähnlich riechenden festen Fettes, das anfänglich 
rein weiß ist, nach längerem Liegen aber äußer 
lich stark gelb wird. Es schmilzt bei 40 0 und 
eignet sich zur Herstellung von Kerzen und 
Seifen. 
Dill (Gurkenkraut, lat. H^rba anethi, frz. 
Aneth, engl. Dill), ein aromatisches Dolden 
gewächs, Anethum graveolens, ist im süd 
lichen Europa heimisch und wird bei uns häufig 
für häusliche Zwecke, namentlich zum Einlegen 
der Gurken sowie zu Gewürztunken, in Garten 
und Feld ausgesät, an einigen Orten (Nürnberg, 
Erfurt, Sachsen) auch zur Samengewinnung in 
größerem Maßstabe gebaut. — Durch Destilla 
tion der Samen mit Wasser erhält man das anfangs 
farblose, später hellgelbe ätherische Dillöl (lat. 
Oleum anethi, frz. Essence d’aneth, engl. Oil of dill), 
das den Geschmack und Geruch der Pflanze 
konzentriert # enthält und zum Parfümieren von 
Seifen und in der Likörherstellung gebraucht 
wird. Es hat ein spez. Gew. von 0,895—0,915 
und enthält neben Karvon (s. d.) noch Limonen 
und Phellandren. — Dillsamen (lat. Fructus 
anethi, frz. Fruit d’aneth, engl. Dill), die 4—5 mm 
langen, 3 mm breiten Spaltfrüchte von grau 
brauner Farbe und aromatischem Geruch und 
Geschmack, werden wie das Kraut als Küchen 
gewürz zum Einlegen von Gurken verwandt. 
Dimethylamidoazobenzol, ein wenig ge 
brauchter gelber Teerfarbstoff, der als Indikator 
Anwendung findet. 
Dionin, ein durch Einwirkung von Äthyljodid 
auf Morphin dargestelltes Heilmittel (salzsaures 
Äthylmorphin), wird an Stelle des Morphins 
gegen Erkrankung der Atmungsorgane, der Augen 
und zu Einspritzungen verordnet. 
Diphenylaminblau, ein dunkelblauer, in Was 
ser unlöslicher Teerfarbstoff, wird durch Erhitzen 
von salzsaurem Diphenylamin (ev. mit Tolyl- 
diphenylamin gemengt) mit Oxalsäure hergestellt. 
Beim Behandeln mit Schwefelsäure liefert es 
eine in Wasser lösliche Sulfosäure, die in der 
Färberei Anwendung findet. 
Diptamwurzel (lat, Radix dictamni, frz. Racine 
de dictamne, engl. Dittany root), die getrocknete, 
geruch- und geschmacklose Wurzel von Dic- 
tamnus albus, wird in der Volksmedizin an 
gewandt. 
Ditarinde (lat. Cortex dita, frz. Ecorce de dita, 
engl. Dita bark), die als Fiebermittel empfohlene 
Rinde von Alstonia scholaris, einem auf den 
Philippinen heimischen Baume aus der Familie 
der Apozynazeen, enthält neben etwas Harz 
(Echikautschin) als wirksame Bestandteile die 
stark giftigen Alkaloide Ditain oder Ditamin, 
Echitenin und Echitamin. 
Diuretin nennt man das Doppelsalz von Theo- 
bromin-Natrium mit salizylsaurem Natrium, ein 
salzig-alkalisch schmeckendes, geruchloses Pul 
ver, das als harntreibendes Mittel verordnet wird. 
Dividivi (Libidivi, Gerbschoten), die 1,5 
bis 3 cm langen, 2—-3 cm breiten, S-förmig ge 
krümmten, glänzendbraunen Hülsenfrüchte 
eines in Kolumbien und auf den benachbarten 
Inseln wachsenden hohen Strauches, Caesalpi- 
nia coriaria, enthalten 30—500/0 eines von dem 
der Galläpfel verschiedenen Gerbstoffs, werden 
im Gemisch mit anderen Materialien zum Ger 
ben gebraucht und geben weiche, braunrot ge 
färbte Leder. In der Färberei werden sie, wie 
Galläpfel, zum Schwarzfärben benutzt. 
Dochte für Kerzen oder Lampen mit flüssigen 
Brennstoffen werden meist aus Baumwolle ge 
webt, geflochten, gedreht oder gesponnen, bis 
weilen auch zur Erhöhung der Verbrennlichkeit 
mit Salpeter u. a. imprägniert. Daneben gibt 
es unverbrennbare D., die aus Asbest oder Glas 
gespinsten hergestellt sind. 
Dörrgemüse wird in der Weise hergestellt, 
daß man die gereinigten und zerkleinerten Pflan- 
zenteile zunächst mit heißem Wasser abbrüht oder
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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