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Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade

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Bibliographic data

fullscreen: Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade

Monograph

Identifikator:
897040368
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15215
Document type:
Monograph
Title:
Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade
Place of publication:
Stade
Publisher:
Selbstverlag der Freien Baugewerks-Innung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (110 Seiten, 24Blatt)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung

Full text

XXV 1. 
19 
Nach Clarksons Einteilung, der sich auch S. v. Walters 
hausen anschliefst, lassen sich in der Abolitionsgeschichte von 
1640—1807 vier Stufen unterscheiden. 
Die erste Stufe umfafst diejenige Zeit, in welcher die 
Masse der Bevölkerung sich noch teilnahmslos gegenüber dem 
Treiben der Sklavenhändler verhielt und nur vereinzelte Männer, 
ihrer Zeit weit voran, verkündeten, dafs Sklaverei und Sklaven 
handel mit den Grundsätzen der allgemeinen und christlichen 
Moral im Widerspruch ständen. Wirtschaftliche oder politische 
Beweggründe spielen hier noch keine Rolle. Die Träger der 
Bewegung sind edelgesinnte Missionare, Gelehrte, Dichter, 
Schriftsteller oder Weltreisende, die von der Aufhebung des 
herrschenden Systems durchaus keinen persönlichen Vorteil 
erwarteten, sondern aus reiner Menschenliebe dagegen eiferten. 
Godwyn und Baxter sind die frühesten, Montesquieu und 
Rousseau die bekanntesten Vertreter aus dieser Gruppe. Als 
ihre Gegner kamen nicht nur die ökonomisch an der Sklaverei 
interessierten Kreise in Betracht. Es fehlte nicht an nam 
haften Gelehrten, die theoretisch genau den entgegengesetzten 
Standpunkt wie die Abolitionisten verfochten und scharfsinnig 
zu beweisen versuchten, der Neger sei gar kein Mensch im 
gewöhnlichen Sinne; denn er hätte ganz andere Gefühle, Be 
griffe, eine ganz andere Logik wie der Europäer. Aus Bibel 
stellen wurde klar und deutlich bewiesen, dafs auch die frommen 
Erzväter, dafs selbst Christus und seine Apostel die Sklaverei 
geduldet hätten. So wogte der Federkampf hin und her. Das 
Negersklaventum eroberte sich unterdessen die neue Welt. 
Auf der zweiten Stufe bemächtigten sich die kirch 
lichen Sekten dieser Angelegenheit. Namentlich die Glaubens 
sätze der Quäker machten sie zu geborenen Verfechtern des 
Freiheitsgedankens. Schon ihr Stifter George Fox ermahnte 
seine Glaubensbrüder zur Milde gegen ihre Sklaven. 1727 
untersagten die in England wohnenden Quäker ihren Mit 
gliedern die Teilnahme am Sklavenhandel. Die in Nord 
amerika wohnenden verpflichteten sich 1754/55, keine Sklaven 
mehr zu kaufen oder einzuführen. Durch derartige Beschlüsse 
erreichten sie, dafs sich seit den 1770er Jahren kaum noch 
ein Sklave in ihrem Besitze befand. J. Woolmann (geb. 1720) 
und A. Benezet (geb. 1713) gebührt daran das Hauptverdienst. 
Auf der dritten Stufe verliert die Angelegenheit 
ihren konfessionellen Charakter. Es bilden sich interkonfessio 
nelle Gesellschaften, deren Mitglieder allein durch den Zweck 
der Sklavenbefreiung verbunden sind. 
Bisher stand das grofse Publikum in England dem Schau 
platz der Gewalttaten zu fern, als dafs es an der Agitation 
einzelner Philantropen hätte gröfseren Anteil nehmen können. 
Das änderte sich, als der gröfsere Verkehr immer häufiger 
exotische Pflanzer mit ihrer schwarzen Dienerschaft nach Eng- 
2*
	        

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Die Wirtschaftlichen Und Politischen Motive Für Die Abschaffung Des Britischen Sklavenhandels Im Jahre 1806/07. Duncker & Humblot, 1905.
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