Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Eisenindustrie in Südrußland

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

No full text available for this image
	        
871 Die Wirtschaft der höheren Naturvölker. Dabei erzeugt jede Familie so ziemlich alles, was sie bedarf, selbst. Eigene Berufs arbeiter, die ein bestimmtes Gewerbe betreiben, gibt es mit wenigen Ausnahmen nicht, die einzelnen Familienwirtschaften jedes Stammes bilden gewissermaßen eine Summe gleichartiger Einheiten, unter denen schon aus diesem Grunde zur Entwickelung eines wechselseitigen Ta lisch Verkehrs untereinander der Anlaß fehlt. Dazu kommt, daß in Bezug auf die Nahrungsmittel nahezu Gütergemeinschaft herrscht. Es gilt vielfach dem Diebstahle gleich, dem Nachbar von einem geschlachteten Stück Vieh nichts mitzuteilen, und ganze Gemeinden besuchen im Falle einer Mißernte ihre Nachbarn, um sich von ihnen erhalten zu lassen. Für Gebrauchsgegenstäude und Werkzeuge besieht unter den Stammesgenossen allgemein die Sitte des Leihens, die fast zu einer Verpflichtung wird. Übertragung von Gütern aus einer Wirtschaft in die andere kommt daher innerhalb des Stammes fast nur beim Frauenkaufe, bei der Entrichtung von Abgaben, Vermögensstrafen und Gaben an den Häuptling, Sänger, Tänzer oder Be schwörer vor. Dagegen hat sich wohl ein Verkehr von Stamm zu Stamm herausgebildet, der darin seinen Grund hat, daß einzelne Naturprodukte, wie z. B. Salz, Eisen, manche Tier- oder Pflanzenstoffe nicht überall vorkommen, oder daß die Angehörigen eines Stammes in der Herstellung einzelner Erzeugnisse besonders geschickt sind. Ursprünglich war dieser Verkehr kein Tauschverkehr. Die Einrichtung des Tausches ist dem Naturmenschen keineswegs etwas Geläufiges, und noch weniger kann von einer Neigung zum Tausche bei ihm gesprochen werden. Manche Stämme haben vom Tausche gar keinen Begriff, gleichwohl findet auch bei ihnen ein Verkehr von Stamm zu Stamm statt, der sich in der Form des Gastgeschenkes vollzieht. Der ankommende Fremdling erhält ein Geschenk, das er erwidert, worauf er bei der Abreise ein zweites Gastgeschenk erhält. Bezüglich der Gaben können Wünsche geäußert werden, und kein Teil ist seiner Gastpflicht eher ledig, als bis der andere sich befriedigt erklärt hat. Erst allmählich hat der Tausch sich hieraus entwickelt. Noch im Homerischen Zeitalter spielt das Gastgeschenk für den Gütererwerb eine Rolle, die jene des Tausches oder Kaufes lveit überragt, und bei der Beschreibung königlicher Schätze wird in den Homerischen Gedichten zumeist der Raub oder die Schenkung durch einen Gastfreund, nicht der Tausch als die Quelle des Erwerbes angeführt. Auch die Sitten und Gebräuche, von denen bei einzelnen Völker schaften der Abschluß des Tausches begleitet ist, deutet auf seinen Ursprung aus dem Gastgeschenke zurück. Mit der Zeit schuf sich dann der auf diese Weise entstehende Tauschverkehr seine eigenen Einrichtungen. Es entstanden die Märkte, zumeist auf Plätzen, die in der Nähe der Stammesgrenzen liegen, oft an Orten, welche durch eine religiöse Überlieferung geheiligt sind. Sie bilden ein neutrales Gebiet, auf dem alle Feindschaft ruhen muß, und strenge Strafen schützen den Marktfrieden. Jeder Stamm bringt auf den Markt, was ihm im Gegensatze zu dem anderen an Naturprodukten oder Erzeugnissen der Handfertigkeit eigentümlich ist, und er tauscht dafür Produkte ein, die er überhaupt nicht oder doch nicht ebenso gut wie der Nachbarstamm erzeugt. Auf diese Weise wird jeder Stamm wieder veranlaßt, jene Erzeugnisse, die seine Besonderheit bilden, in überschüssiger Menge hervor zubringen, um dafür auf dem Markte die eigentümlichen Erzeugnisse anderer Stämme eintauschen zu können. Es entwickelt sich eine Art internationaler Arbeitsteilung im kleinen, lange Zeit bevor innerhalb des Volkes eine Teilung der Arbeit von Wirtschaft zu Wirtschaft stattgefunden hat. Mit den Märkten und dem Tauschverkehr von Stamm zu Stamm steht zum Teil auch die Entstehung des Geldes im Zusammenhang. Es ist leicht begreiflich, daß für jeden Stamm die Ware, die er selbst nicht erzeugt, sondern von Fremden regelmäßig eintauscht, zum allgemeinen Tauschmittel wird, das jeder annimmt und wofür alles zu haben ist. Da er seinen Besitz an solcher Tauschware nicht willkürlich vermehren kann, so wird sie zum Wertmaße für den übrigen Besitz, und bald wird sie auch zu Wertübertragungen unter Stammesgenossen (z. B. beim Brautkaufe, bei der Ent richtung von Abgaben) und zur Schatzbildung benützt. Selbstverständlich ist das Um

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.