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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schluß
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

125 
Zuerst die Rohstoffe. Obwohl die Eisenerzförderung im Ural 
gebirge schon mehr als zweihundert Jahre dauert, bildet dieses Gebiet 
bis jetzt eines der größten Eisenerzlager der Welt 1 . Seine Erze 
sind leicht schmelzbar und enthalten einen hohen Prozentsatz des 
metallischen Eisens (durchweg 60°/ o ). Etwas anders ist es hier mit 
dem Heizungsmaterial, insbesondere mit der für den Schmelzungs 
prozeß nötigen Kohle. Die Schmelzung beruht hier bis heute aus 
schließlich auf der Verwendung der Holzkohle. An sich bildet die 
Holzkohle für die Eisengewinnung einen ganz passenden Rohstoff. 
Da sie vollständig von den verschiedenen schädlichen Beimischungen 
frei ist, hat sie ans diesem Grunde sogar einen Vorzug vor der 
Steinkohle. Ihre Nachteile bestehen aber darin, daß sie sich be 
deutend teuerer als Steinkohle stellt und mit der Massenvernichtung 
der Wälder verbunden ist 1 2 3 * . Auch die Produktivität der Hochöfen 
auf Holzkohle ist bedeutend geringer als die auf Steinkohle, da 
die Steinkohlenfeuerung eine etwa doppelt so große Verhüttung 
ermöglicht. 
Da aber im Ural eine große Menge Wälder vorhanden ist, die 
sonst keine rentablere Verwendung finden und eigentlich von den 
schon existierenden Eisenwerken selbst nur teilweise ausgenutzt werden 
(etwa 1 / 8 der Gesamtfläche), so kann man schließen, daß bei der 
rationellen Verhüttungstechnik die Uralscheu Eisenwerke in der 
nächsten Zeit auch mit Holzkohle gewinnbringend werden arbeiten 
können. 
Aber auch die Verwendung der Steinkohle ist im Uralgebiete 
nicht ausgeschlossen. Erstlich besitzt der Ural selbst an verschiedenen 
Orten Steinkohlenlager, einige sogar mit einer Kohle, die zu Koks 
verarbeitet werden kann. Diese Lager sind aber bis jetzt sehr wenig 
untersucht und haben keine Eisenbahnverbindung, so daß hier die 
Steinkohlengewinnung bis zur Gegenwart minimal war. Außerdem 
kann man für die Uralsche Roheisenproduktion auch die sibirischen 
Steinkohlenlager benutzen, die nach verschiedenen Angaben von aus 
gezeichneter Qualität sind und zu den größten der Welt gehören 8 . 
Im Uralgebirge befinden sich auch zahlreiche Gruben von Kalk, 
Mangan, feuerfestem Ton usw. 
i Wir sehen also, daß im Ural alle für die Eisenindustrie not 
wendigen Rohstoffe reichlich vorhanden sind. 
Endlich ist auch die geographische Lage des Gebirges auf der 
Grenze zwischen dem europäischen und asiatischen Rußland außer- 
1 Dehn, a. a. 0., 8. 113, 
2 Man rechnet gewöhnlich, daß bei rationeller Forstwirtschaft für die jähr 
liche Gewinnung von 1000 Pud ßoheisen eine Fläche von 250 Dessjatinen Wald 
nötig ist. 
3 Die Lager befinden sich nicht weit von Kusnezk und erstrecken sich über 
eine Fläche von 44000 Quadratwerst. (Dehn, S. 39).
	        

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Die Eisenindustrie in Südrußland. Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen, 1911.
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