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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

32 
die französische Aktiengesellschaft „Huta Bankowa“ im Königreich 
Polen und manche andere _gegründet worden. 
Die erste bedeutende Übersiedelung ausländischer Kapitalien nach 
Rußland vollzog sich am Ende der 70er und in den 80er Jahren und 
zwar im Königreich Polen, wo damals wegen der guten Konjunktur 
eine Reihe von Werken von verschiedenen deutschen Aktiengesell 
schaften und manchen anderen Unternehmern gegründet,wurde. Nach 
einer Pause in der Mitte der 80er Jahre kam die zweite Übersiedelung 
des ausländischen,hauptsächlich belgischen, teilweise auch französischen 
Kapitals nach Südrußland, die vom Ende der 90er Jahre an eine bedeu- 
tendeHöhe erreicht. Die wichtigsten Ursachen davon sind die folgenden: 
Als erste und allgemeine Voraussetzung dieser Erscheinung ist 
das Vorhandensein freien Kapitals in Frankreich und Belgien in dem 
letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zu bezeichnen. Dieses Kapital 
suchte eine rentable Verwendung und mußte sich nach dem Aus 
lande begeben. Als Verbinduugsbrücke zwischen diesen Ländern 
einerseits und Rußland andererseits dienten einige französische und 
belgische Gesellschaften, sowie von diesen in Rußland gegründete 
Ableger, wie z. B. die „Huta Bankowa“ und die „Societe Krivoi-Rog“. 
Sie interessierten sich stark für die weitere Entwickelung der Eisen 
industrie in Rußland, nahmen (wie z. B. die belgische Gesellschaft 
„Coquerille“) Untersuchungen vor, verpachteten Eisenerzlager usw. 1 
Besonders Südrußland mußte ihre Aufmerksamkeit erwecken, wo 
damals durch die Krivoi-Rog-Eisenerze die günstigsten Verhältnisse 
für eine großartige Eisenindustrie vorhanden waren. Dazu kam noch, 
daß in dieser Zeit, speziell in der belgischen Eisenindustrie ein ge 
wisser dauernder Stillstand eintrat, was das Zuströmen des neuen 
Kapitals in dieses Gebiet bedeutend hemmte. 
Eine indirekte Wirkung hat dann auf die Einwanderung des 
belgischen Kapitals auch die russische prohibitive Zollpolitik der 
80er Jahre in gewissem Maße ausgeübt. Denn lange vorher hatte 
die belgische Eisenindustrie unter anderem auch nach Rußland ex 
portiert. Die damals gestiegenen russischen Eisenzölle hatten nun die 
belgischen Unternehmer sehr stark getroffen. Sie suchten dadurch einen 
Ausweg zu finden, daß sie ihre Tätigkeit in das Gebiet der russischen 
Zollgrenzen verlegten. Anstatt Eisenprodukte fing jetzt Belgien an, 
seine Kapitalien über die russische Zollgrenze hinauszuschicken. 
Das waren die maßgebenden Ursachen, welche die erste Ein 
wanderung des ausländischen Kapitals nach Südrußland bedingt 
hatten. In den 90er Jahren kamen dann noch andere hinzu, welche 
diese Bewegung noch verstärkten. Das waren erstens die in Süd 
rußland entstandene Hochkonjunktur in den 90er Jahren, was die 
große Rentabilität für die ersten Werke bewirkte und die neuen 
1 Trasenster, L’industrie charbonnifere et siderurgique de la ftussie 
meridionale (Rev. univers. d. mines, S. 168).
	        

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Die Eisenindustrie in Südrußland. Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen, 1911.
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