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Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

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Bibliographic data

fullscreen: Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

Monograph

Identifikator:
897232399
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12062
Document type:
Monograph
Author:
Krag, Wilhelm http://d-nb.info/gnd/11637523X
Title:
Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 135 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Paumgartner von Augsburg
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Paumgartner von Nürnberg
  • II. Die Paumgartner von Augsburg

Full text

57 
denen die bei Paumgartner aufgenommenen ja nur einen kleinen 
Teil bilden. Bevor wir die weiteren Geldgeschäfte, die unsere 
Firma mit den Habsburgern machte, besprechen, wollen wir 
einen Blick werfen auf die Entwicklung des Tiroler Bergbaus 
und insbesondere die grossartigen Unternehmungen Hans 
Paumgartners auf diesem Gebiet ins Auge fassen. 
Zu Ausgang des 15. Jahrhunderts und im ersten Jahrzehnt 
des 16. lag der Tiroler Bergbau noch ganz in den Händen ein 
heimischer Gewerken 1 ). Allmählich trat jedoch hierin ein 
Aenderung ein. Die schwäbischen Kaufleute erkannten 
nämlich, dass sie das Finanzwesen des Landes erst dann völlig 
beherrschen würden, wenn sie sich dort selbst festgesetzt und 
Bergwerksbesitzer geworden wären. Unabhängig von fremden 
Kräften konnten sie dann das Silber, das sie für ihre Darlehen 
erhielten, selbst zutage fördern und die Produktion steigern. 
Hans Paumgartner d. J. griff daher mit aller Energie hier 
ein und suchte Einfluss aut die Montanindustrie zu gewinnen. 
Wir erinnern uns, dass schon sein Vater einzelne Gruben be 
sessen hatte. Als er selbständig geworden war, strebte der Sohn 
danach, diesen Besitz zu vergrössern. Seit dem Jahre 1518 
begann er mit dem Ankauf von Bergwerken in grossem Mass 
stab. Aus seinen darüber geführten Aufzeichnungen ergibt 
sich, dass er in den Jahren 1518 bis 1535 allein am Falkenstein 
für 44 497 fl 20 kr ]/ 2 f Grubenanteile kaufte (also für ca. eine 
halbe Million Mark nach jetzigem Geld) 2 ). Dazu kamen noch 
kleinere Käufe an anderen Orten. Alle diese Erwerbungen 
geschahen auf Kosten der kleineren Gewerken, die sich mit 
ihren geringen Betriebskapitalien gegen die Augsburger Geld 
leute nicht behaupten konnten. Nicht selten kamen die Kauf- 
leute auch dadurch in den Besitz von Bergwerken, dass sie 
den immer schwerer um ihre Existenz kämpfenden Gewerken 
Geld vorstreckten, und sich dafür ihre Gruben verschreiben 
liessen, die dann beim wirtschaftlichen Zusammenbruch der 
') Ueber den Tiroler Bergbau handelt: Max v. Wolfstrigl- 
Wolfskron: Die Tiroler Erzbergbaue 1301—1665, Innsbruck 1903. 
2 ) Hans Paumgartner hat in dem schon mehrmals erwähnten 
Familienkodex über seine Bergwerksunternehmungen auf Bl. 334 a bis 
369 a genaue Rechnung geführt und besonders seine Ankäufe genau 
verzeichnet mit Angabe des früheren Besitzers und Namens einer jeden 
einzelnen Grube.
	        

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Die Paumgartner von Nürnberg Und Augsburg. Verlag von Duncker & Humblot, 1919.
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