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Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

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Bibliographic data

fullscreen: Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

Monograph

Identifikator:
897232399
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12062
Document type:
Monograph
Author:
Krag, Wilhelm http://d-nb.info/gnd/11637523X
Title:
Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 135 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Paumgartner von Augsburg
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Paumgartner von Nürnberg
  • II. Die Paumgartner von Augsburg

Full text

Auf Paumgartner fielen dabei allein n ooo fl. Um diese Rück 
stände bezahlen zu können, nahm die Regierung bei Fugger, 
Paumgartner und Höchstetter ein Anlehen auf. Mit Paum 
gartner, der ja selbst Gewerke war, verständigte man sich 
dahin, dass er einstweilen gegen 5% Verzinsung warte und 
dann, wie die Fugger und Stöckl, sich vom Silberwechsel be 
zahlt mache 1 ). 
In den dreissiger Jahren wurde dann der Rückgang der 
Bergerträgnisse ganz offenkundig. Die Gewerken erklärten 
1534 und in den folgenden Jahren wiederholt, sie könnten, 
ohne Schaden zu erleiden, nicht mehr weiter bauen, wenn ihnen 
nicht die Regierung weitere Zuschüsse gewähre 2 ). Sie drohten 
sogar, den Bau ganz einzustellen. Daraufhin gewährte die 
Kammer den einheimischen Gewerken Stöckl und Tänzl eine 
„Particulargnad". Sie erhielten die Berechtigung, 2 / 3 (statt 
bisher %) des von ihnen gemachten Silbers frei verführen zu 
dürfen. Man begründete dies damit, dass sie auch ,,im ringen 
Wechsel“ bauten, im Land selbst Steuer zahlten und den 
Bergbau als Beruf ausübten 3 ). Die Augsburger (Fugger, Paum 
gartner usw.) hatten sich zunächst mit diesem Sonderprivilegium 
einverstanden erklärt, aber bald darauf traten auch sie mit der 
Bitte an die Regierung heran, dass man ihnen ebenfalls jene 
„besondere Gnad“ gewähre. Die Kammer wies diese For 
derung jedoch ab und betonte mit Recht, dass die Kaufleute 
auch aus dem Silberhandel grossen Nutzen zögen, was bei 
Stöckl und Tänzl nicht der Fall sei. Es wäre auch schimpflich, 
wenn der König nicht die Macht hätte, einem vor dem andern 
mehr Gnad zu gewähren 4 ). Der Einfluss, den die Augsburger 
in Tirol gewonnen hatten, war aber bereits zu gross, als dass 
man auf die Dauer ihre Wünsche hätte ignorieren können. 
Bei jedem neuen Darlehen, das sie gewährten, stellten sie die 
Forderung einer Erhöhung des Gnadgeldes. Als 1543 die Paum 
gartner, Fugger, Haug und Neithart — damals die Haupt 
gewerken — an den König besonders hartnäckig ihre Bitte 
*) Missiv an Hof (1523) fol. 18. 
2 ) W o 1 f s t r i g 1 a. a. O. S. 50. 
3 ) Die einheimischen Gewerken bauten auch an den weniger 
ergiebigen Plätzen weiter, während die Augsburger den Bau an jenen 
Stellen aufgaben, wo sich ein Rückgang der Erträgnisse zeigte. 
*) Missiv an Hof (1538) fol. 82.
	        

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Die Paumgartner von Nürnberg Und Augsburg. Verlag von Duncker & Humblot, 1919.
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