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Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

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Bibliographic data

fullscreen: Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

Monograph

Identifikator:
897232399
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12062
Document type:
Monograph
Author:
Krag, Wilhelm http://d-nb.info/gnd/11637523X
Title:
Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 135 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Paumgartner von Augsburg
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Paumgartner von Nürnberg
  • II. Die Paumgartner von Augsburg

Full text

83 
6* 
Jahrzehnt von 1530 bis 1540 in unserer Familie vollzogen hatte. 
Aus dem Bürger der freien Reichsstadt, dem Kaufmann und 
Bankier war ein Gutsherr und Lehenträger von Fürsten ge 
worden. Karl V. erkannte diesen Wandel der Dinge an, indem 
er am 27. Juli 1543 die Familie in den Freiherrnstand erhob 1 ). 
Er erinnert an die treuen Dienste, die Hans Paumgartner 
seinen Vorfahren und besonders ihm in den letzten Kriegen 
erwiesen. Die Familie soll sich in Zukunft nach ihren neu 
erworbenen Schlössern nennen dürfen, und, da sie wegen ihres 
alten Herkommens auch noch zu höheren Ehren erhoben 
werden können, so verleiht er ihnen den Stand der geborenen 
Herren und Fräulein und das Recht, auf ihren Schlössern und 
Herrschaften Münzen mit ihrem Wappen zu prägen. 
Es war ein Aufstieg ohnegleichen, der damit seinen Ab 
schluss fand. Paumgartner hatte erreicht, was ihm beim Blick 
auf seine Rivalen, die Fugger, immer heimlich vorgeschwebt. 
Wie diese, war auch er jetzt geadelt und seinem Geschlecht stand 
eine sichere glänzende Zukunft in Aussicht. ,,Freiherrn von Paum- 
garten zu Paumgarten, Konzenberg, Hohenschwangau und 
Erbbach“, so lautete der stolze Titel, den Hans Paumgartner 
und seine Söhne von nun an führten, und ein Schwan schmückte 
das Wappen zum Zeichen, dass die Familie ein Besitztum 
erworben hatte, wie es ähnlich selbst Fugger nicht besass. 
Die Standeserhebung brachte bald eine Veränderung der 
Gesinnung mit sich, soweit diese nicht schon als treibendes 
Moment vorher dagewesen war. Mit stolzer Verachtung blickte 
man nun auf das Bürgertum herab und suchte Beziehungen 
zum Landadel, in dessen Reihen man eingetreten war. War 
es bisher üblich gewesen, unter den städtischen Patriziern und 
Kaufleuten Schwiegersöhne und Schwiegertöchter zu suchen, 
so änderte sich jetzt diese Heiratspolitik. Auch Hans Paum 
gartner suchte für seine Kinder im schwäbischen Adel passende 
Partien. Regina Paumgartner heiratete im Jahre 1532 Christoph 
von Knöringen, der einem reichbegüterten Geschlecht angehörte 2 ). 
Der älteste Sohn Hans vermählte sich am 3. Januar 1537 mit 
Anna von Stadion, einer Nichte des regierenden Augsburger 
Bischofs 2 ). Der jüngste Sohn David führte Ursula aus dem 
*) Familienkodex fol. 30 a—34 a. 
a ) Warnecke: Hochzeitsbuch S. 37 u. S. 40. Welcher Auf 
wand bei solchen Hochzeiten gemacht wurde, und mit welcher Ge-
	        

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Die Paumgartner von Nürnberg Und Augsburg. Verlag von Duncker & Humblot, 1919.
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