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Bankpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Bankpolitik

Monograph

Identifikator:
897653432
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12556
Document type:
Monograph
Author:
Schaulis, Georg
Title:
Graf Georg Kankrin in nationalökonomischer und finanzwirtschaftlicher Beziehung
Place of publication:
Tilsit
Publisher:
Buchdruckerei "Lituania"
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 114 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Finanzwirtaschftl. Tätigkeit G. Kankrins
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

64. Die Grganisation der Banken. 
261 
Funktionen. Auch bei den Versicherungsgesellschaften sind die Agen 
turen in den weitaus meisten Fällen lediglich mit der Annahme von 
Versicherungsanträgen, nur in Ausnahmsfällen auch mit der Annahme 
von hgpothekenanträgen betraut, über welche die Entscheidung aber 
immer in der Zentraldirektion erfolgt. Die Banken dieser Gruppe ziehen 
einen erheblichen Teil der Sparkapitalien des Landes in bestimmte Ver 
wendungsrichtungen hinein: der örtliche Zusammenhang zwischen Ge 
winnung und Verwendung des Sparkapitals ist bei ihnen verschwunden, 
ebenso jener zwischen Herkunft des Kapitals aus bestimmten Berufs- 
zweigen und Verwendung in denselben. Oie zentrale Leitung großer 
Vermögensmassen verlangt einfache leicht übersichtliche Anlagen. 
Dezentralisierte Grganisation für das Aktiv- und Passivgeschäft 
besitzen die Noten- und Kreditbanken. Die Filialen der Notenbanken 
emittieren Noten und nehmen Depositen an, aber sie befassen sich auch 
mit Diskont und Lombard. Ueberall auf dem Kontinent wurde von 
den Notenbanken wegen der starken Vorteile der dezentralisierten Kre- 
ditgewährung und Erlangung von Währungsgeld die Errichtung von 
Zweigniederlassungen gefordert, vielfach sogar in den Privilegien zur 
Pflicht gemacht. Da aber eine Filiale der Notenbank nur bei entwik- 
keltem industriellem Unternehmertum Gewinn bringt, hat das von 
den Staaten unter dem Druck der öffentlichen Meinung durchgesetzte 
Prinzip der weitgehenden Dezentralisierung der Notenbanken die Er 
richtung einer Reihe von passiven Filialen veranlaßt. 
Auch bei den Kreditbanken wurde lange um die Frage gerungen, 
ob dem Sgstem der Zentralisation oder jenem der Dezentralisation der 
Vorzug gegeben werden sollte. Zn der englischen Literatur um die Mitte 
des vorigen Jahrhunderts und in der deutschen Lankpraxis der neun 
ziger Zahre wurde die Frage mit Nachdruck erörtert; sie kann heute als 
entschieden bezeichnet werden, nachdem jene englischen Institute, die sich 
gegen Filialbildung gesträubt hatten, als Fusionsobjekte behandelt 
wurden und auch das reguläre Geschäft aus dem Kontinent sich zum 
weitaus größten Teil bei den Banken mit zahlreichen Filialen konzen 
triert hat. 
Der Einleger trägt sein Kapital dort hin, wo es bei gleicher Sicher 
heit und Verzinsung für ihn am bequemsten erreichbar ist; ebenso wird 
der Industrielle und Kaufmann nur dort ein Konto errichten, wo er 
über dasselbe rasch verfügen kann, wo die Banken ferner die Effekten 
in die letzte Hand unterbringen wollen, dort müssen sie so nahe wie mög 
lich dem Sparer selbst Hinrücken. Die drei Geschäftszweige der Annahme 
von Scheckeinlagen, von Sparkapitalien und der Durchführung des Effekten-
	        

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Aktive Währungspolitik. Freiland-Freigeld-Verlag, 1921.
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