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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Monograph

Identifikator:
898818206
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24712
Document type:
Monograph
Author:
Flückiger, Otto
Title:
Die Schweiz
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Druck und Verlag von Schultheß & Co
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (II, 265 Seiten, IV Blatt)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Karten der Schweiz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

376 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Guterumlaufes u. der Einkommensverteilung. —184 
eine weltgeschichtliche Wendung im Sinne der Korrektur der sogenannten kapitalistischen 
Volkswirtschaft fei. 
Gewiß bleibt trotzdem an dieser deutschen Arbeiterversicherung viel zu tadeln. Sie 
hat naturgemäß die komplementären Fehler ihrer Vorzüge. Sie trägt den Stempel 
ihrer Zeit oder vielmehr der in ihr maßgebenden Männer an der Stirne. Die Riesen— 
kraft, welche sie gegen Wind- und Tagesströmung durchdrückte, war keine sachverständige, 
die ausführenden Persönlichkeiten wechselten, waren in sich nicht eins, hatten mehr 
Sinn für einen gut funktionierenden Verwaltungsmechanismus als für die in den unteren 
Klassen vorhandenen wirtschaftlichen und psychologischen Voraussetzungen und Möglich— 
keiten des Hülfskassenwesens; sie kannten auch die Einrichtungen des Auslandes, ihre 
Ursachen und Folgen kaum genügend. Die drei grundlegenden Reformen wurden in 
neun Jahren mit dem Hochdruck aller parlamentarischen Mittel durchgesetzt; ich habe 
einem der von mir hochgeschätzten Verfasser der Entwürfe einst in privater Unter— 
redung eingewandt, das sei UÜUberstürzung; ich glaubte damals, man solle die Sache 
mehr ausreifen lassen, vor neuen Schritten mehr Erfahrung sammeln. Es wurde 
mir die schlagende Antwort: wenn das Ganze nicht unter Bismarck fertig werde, 
so könnten Generationen vergehen, bis man wieder einen Schritt vorwärts komme. 
Parlamentarische Verfassungen mit ihrer starken Züchtung von Partei- und Klassen— 
interessen sind meist zu großer Socialreform unfähig. Man sieht es in den anderen 
Staaten, die, von Deutschlands Vorbild zur Nachfolge gezwungen, doch 20 —80 Jahre 
zum Zustandekommen dieses oder jenes einzelnen A. V.-Gesetzes brauchen, oft nach den 
besten Vorarbeiten nichts zur Verabschiedung bringen. Nur eine ungewöhnlich starke 
und die Unternehmer geschickt gewinnende Regierung konnte gegen die Socialdemokratie 
und gegen einen erheblichen Teil der Liberalen und der Konservativen diese Gesetze in 
so kurzer Zeit durchsetzen, welche die Unternehmer in erster Linie belastet, den Arbeitern 
in erster Linie nützt. Bis 1901 sind bereits (nach Zacher) 8 Milliarden Mark Ent⸗ 
schädigungen gezahlt worden; die Arbeiter haben dabei die kleinere Hälfte beigesteuert, 
schon jetzt eine Milliarde mehr erhalten als an Beiträgen gezahlt. Taglich geht jetzt 
Mill. Mk. an die Versicherten; im Beharrungszustand werden es fast zwei sein; über 
lMilliarde Vermögen ist für die Zwecke jetzt schon angesammelt, davon sind über 200 Mill. 
wieder für den Bau von Arbeiterwohnungen und Heilstätten verwendet. Die bekehrten 
Socialdemokraten stimmten 1899 alle für die Invalidennovelle, deren Grundgesetz fie 
1889 in Übereinstimmung mit vielen Konservativen bekämpft hatten. 
Die Schattenfeiten der deutschen Reform lassen sich kurz so zusammenfassen: 
die drei Organisationen stehen ohne rechte Verbindung und Harmonie neben einander, sind 
dadurch teurer als nötig, arbeiten teilweise gegen einander und suchen sich Kosten zu— 
zuschieben. Ein Teil der ehrenamtlichen Organisation hat die auf sie gesetzten Hoff— 
nungen nicht oder nicht ganz erfüllt. Die Art, wie der Zwang zur Versicherung durch 
———— 
braucht, hat die Erziehung der unteren Klassen für Versicherung, für selbstthätige Teil— 
nahme an der Organisation verlangsamt; die innere Umbildung des einzelnen Arbeiters 
ist eine viel geringere als da, wo er durch seinen Entschluß einer Versicherungskasse 
beitritt. Auch die Verfaffung, die Organisation, das Wahlberfahren könnte in dieser 
Beziehung teilweise besser, wirksamer sein; kleinere Untergenofsenschaften müßten dies 
innere Leben pflegen. Immer ist nicht zu vergessen, daß ohne den gesetzlichen Zwang 
auch die großen Refultate nicht vorhanden wären, daß auch der Zwang seine erziehende 
Seite hat oder haben kann. Er bildet den Teilnehmer nicht so rasch pfychologisch und 
wirtschaftlich um, aber er faßt sehr viel mehr Personen und wirkt auf die Dauer doch 
auf sie, wenn die Organisation nur richtig gestaltet ist. Die Ausschließung der kleinen 
Leute, für die nicht ein Unternehmer Lohnabzuge machen kann, war eine große Schatten⸗ 
seite, aber für den Anfang erleichterte sie das Kassenwesen sehr; sie ist teilweise schon 
korrigiert, wird es künftig noch mehr werden. Ebenso wird “unftig die Verschmelzung 
und Ineinanderpassung der drei Organsationen besser gelingen als bisher. Man ist 
bis jetzt zu schüchtern und zaghaft Vorgegangen, was in einer Zeit, in der man die
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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