Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Weltverkehr und seine Mittel

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

Monograph

Identifikator:
898983401
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-14637
Document type:
Monograph
Author:
Stern, Bruno http://d-nb.info/gnd/124543715
Title:
Das Konkursverfahren
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von G.A. Gloeckner
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 160 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Der Weltverkehr und seine Mittel
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die geschichtliche Entwicklung des Verkehrswesens
  • Landstraßen
  • Die Eisenbahnen
  • Brücken und Viadukte
  • Wasserstraßen
  • Schiffbau
  • Posten und Postwesen
  • Entwicklung der Welttelegraphie
  • Die Weltwirtschaft
  • Die Fortschritte des Weltverkehrs seit 1900
  • Index

Full text

. / 
946 Die Weltwirtschaft. 
läßt die Notwendigkeit eines kräftigen Schutzes der heimischen Landwirtschaft klarer als 
irgend etwas zu Tage treten. 
Die Einfuhr hat aber nicht nur den Fehlbetrag der einheimischen Landwirtschaft 
zu decken, sie erstreckt sich auch auf die Deckung unseres Bedarfes an Nahrungs- und 
Genußmitteln, die im Jnlande überhaupt nicht erzeugt werden. Hierher gehören 
Kolonialwaren und Südfrüchte sowie Seefische, deren Mehreinfuhr im Jahre 1898 
zusammen gegen rund 400 Millionen Mark ausmachte. Nicht minder bedeutend als die 
Nahrnngsmitteleinfnhr ist ferner die Einfuhr an Rohstoffen der Industrie. Trotz 
des großen Mineralreichtums Deutschlands wurden im Jahre 1898 für etwa 175 Mil 
lionen Mark Erz und Rohmetall eingeführt. Die Textilindustrie bezog Baum 
wolle und Baumwollgarne im Werte von 254, Seide im Werte von 110—120 und 
Jute im Werte von 32 Millionen Mark; zusammen mit den Bezügen an Spinnstoffen, 
die zum Teile auch im Jnlande erzeugt werden, beläuft sich der durch Bezug aus dem 
Auslande zu deckende Rohstoffbedarf der Textilindustrie auf fast 750 Millionen Mark. 
Die chemische Industrie führt, ungerechnet die künstlichen Düngstoffe, für etwa 
90 Millionen Mark Rohstoffe ein, die Kautschukindustrie für 44. Außerdem ist noch 
die Industrie in Fettstoffen und Mineralölen auf den Bezug von Petroleum und 
tropischen Ölfrüchten und noch eine Reihe anderer Industrien mehr oder minder ans die 
Zufuhr ausländischer Rohstoffe angewiesen. Der Einfuhr an Werkhvlz und an Häuten für 
unsere Holz- und Lederindustrie ist bereits oben gedacht worden; ferner kommt noch 
für diese Industrien der Bezug von überseeischen Gerbstoffen, exotischen Hölzern und Schnitz 
stoffen wie Elfenbein, Perlmutter u. a., für die Bekleidungsindustrie jener von Vogel 
bälgen und Schmuckfedern, für die Schmuckwarenindustrie die Einfuhr von Edel 
steinen, Korallen u. s. w. in Betracht. Der Gesamtbedarf der deutschen Industrie 
an ausländischen Rohstoffen wird auf ungefähr 1100 Millionen Mark veranschlagt. 
Welche Bedeutung die ungehinderte Zufuhr dieser Rohstoffe für die deutsche Volkswirt 
schaft besitzt, geht am besten daraus hervor, daß die zum größten Teil auf den Bezug 
ausländischer Rohstoffe angewiesene Textilindustrie einschließlich der von ihr abhängenden 
Bekleidungsindustrie — die Erwerbsthätigen und ihre Angehörigen zusammen ge 
rechnet — vier Millionen Menschen ernährt. Die Erzeugung und Verarbeitung von 
Leder, für die die Häuteeinfuhr eine Lebensfrage ist, ernährt 1% Millionen Menschen, 
die chemische Industrie 400 000, die Metall- und Maschinenindustrie, die ihren Bedarf 
an Eisen bis zu %, an Kupfer bis zu %, an Zinn ganz aus dem Auslande decken 
muß, über drei Millionen, die Holzindustrie, deren Rohstoffe zu % aus dem Auslande 
eingeführt werden müssen, über 1% Millionen Menschen. Alles in allem sind rund % 
unserer industriellen Bevölkerung mit ihrer Arbeit von der Zufuhr ausländischer Roh 
stoffe abhängig, und die gesamte Warenmenge, die Deutschland zur Deckung des Fehl 
betrages an Nahrungsmitteln und Robstoffen der Industrie jährlich einführen muß, 
erreicht einen Gesamtwert von 3 3 / 4 —4 Milliarden Mark. 
Zur Deckung der Zahlungen an das Ausland, die hierdurch notwendig werden, 
steht zunächst die deutsche Mehrausfuhr an Fabrikaten zur Verfügung; auch sie 
weist entsprechend der günstigen Entwickelung unserer Industrie eine stetige Steigerung 
auf, doch bleibt diese Steigerung hinter der Zunahme der Nahrungsmittel- und Rohstoff- 
Einfuhr erheblich zurück. Von 1889— 1898 ist die deutsche Mehrausfuhr an Fabrikaten 
um 279 Millionen Mark gestiegen, während die Mehreinfuhr an Rohstoffen und 
Nahrungsmitteln in demselben Zeitraum um 774 Millionen Mark in die Höhe ging. 
Die Textil- und die Lederindustrie haben sogar einen nicht unbedeutenden Rückgang ihrer 
Ausfuhr zu verzeichnen. Gleichwohl zählt die Textilindustrie immer noch zu den wich 
tigsten deutschen Exportindustrien, da ihre Mehrausfuhr in Leinenwaren 5%, in Baum- 
wollwaren IO"/,,, in Wollwaren 30%, in Posamenten 40% und in Wirkwaren sogar 
57 % der heimischen Erzeugung ausmacht. Einen ganz hervorragenden Rang nimmt 
ferner unter den Exportindustrien die Zuckerindustrie ein, die mehr als eine Million 
Tonnen oder 67% ihrer Erzeugung ins Ausland führt. An Zement werden 22%, an
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Weltverkehr Und Seine Mittel. Verlag von Otto Spamer, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.