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Die Abschreibung- einer Maschine besteht aus zwei
Teilen: der eine ist unveränderlich und wird verursacht durch allmähliche
Brauchbarkeitsminderung infolge äußerer Einflüsse — Luft,
Feuchtigkeit u. ä. — die wirken, auch wenn die Maschine nicht beschäftigt
ist. Der zweite Teil der Wertminderung entfällt auf die
Abnutzung infolge der Benutzung. Dieser ist veränderlich, richtet
sich nach der Benutzungsdauer. Fischer r ) zerlegt deshalb die
Amortisationsquote in einen festen und einen von der Benutzungs-(kiuer
abhängigen Teil. Er rechnet z. B. auf einen Dampfpflug mit
2 Lokomobilen (Anschaffungskosten Mk. 67 000,—, Tagesleistung
5 ha, Benutzungszeit 100 Tage, 4°/o Verzinsung und 4 o/o feste Abschreibung),
8.0/0 konstante Kosten des Anlagekapitals = Mk. 5360,—.
Die Tageskosten sind: 9o/o Abschreibung und Reparaturen per Jahr,
somit für den Arbeitstag 0,09 o/ 0 = Mk. 60,30,
die übrigen Tageskosten (Löhne, Gespanndienst, Kohle) „ 56,—,
Mk. 116,30.
Die Gesamtkosten für einen Arbeitstag sind somit
Mt fl^ca
’ + Mk. 116,30 = Mk. 169,90 oder Mk. 34,-100
pro ha.
Die Trennung der beiden Teile der Abschreibung findet teilweise
auch in der Praxis der Kostenberechnung industrieller Betriebe
Anwendung. (Vgl. die Formeln S. 221 ff.)
Langhans stellt folgende Formel für die Ingenieurberechnung
von Abschreibungen in Betrieben mit wechselnder Beschäftigung
auf:
a = Abschreibung für normale Beschäftigung,
a, = Abschreibung für stärkere Beschäftigung,
a 2 = Abschreibung für schwächere Beschäftigung',
n == Lebensdauer,
b = normale Betriebszeit = 10 Stunden täglich,
w — wirkliche Betriebszeit.
(-+M
aj—a b a 2 — „
Beispiel: normale Abschreibung 5°/«! 12 Betriebsstunden:
~ = 5,5 o/o.
a > = 10
Wie erwähnt, schätzt man mit größerer oder beabsichtigter
geringerer Richtigkeit die Dauer der Verwendungsmöglichkeit, die
‘) Fischer, Die soziale Bedeutung der Maschine in der Landwirtschaft.
Schmollers Forschungen, 20. Band, Leipzig 1902.
Leitner, Selbatkostenbereclmtmg. 7. Aufl. 16