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Die folgende Kalkulation (Anfang 1918) ist vom Zweckverbande
Deutscher Stahlgießereien als Durchschnittsberechnung der ange
schlossenen Firmen aufgestellt worden, als Grundlage für Preisver
handlungen mit der Heeresverwaltung, also stark nach oben abge
rundet.
Durchschnitts-Selbstkostenrechnung der 21 cm Gr. 14.
Gewicht der abgestochenen Hülle 113 kg
Gewicht der rohen Hülle 172 „
Gewicht der fertig bearbeiteten Hülle 75 „
Preis des flüssigen Stahls für 100 kg Mk. 19,—
Preis des Abfalls für 100 kg „ 8,—
Bei Zugrundelegung von 30 °/o Ausschuß sind von 100 Roh
lingen brauchbar . . 70 Stück
A. Rohling.
1. Formen, Gießen, Putzen, Abstechen Mk. 2,48
2 a. Kosten des Betriebes |
2b. Geschäftsunkosten / 270 °/« 6,70
3. Material für Herstellen der Formen „ 2,82
4. Kosten für Anfertigen der Proben „ 1,80
Summe 1—4 Mk. 13,80
5. Kosten des flüssigen Stahls 172 kg ,. „ 32,68
l Mk. 46,48
6. Zuschlag für Ausschuß 30 % „ 13,94
Summe 1—6 Mk. 60,42
7. Abzügl. Wert des Abfalls
100 Köpfe zu 59 kg = 5900 kg
30 Granaten „ 80 „ = 2400 „
8300 kg für 70 Granaten
für 1 Granate = 119 kg zu Mk. 8.— % kg. . „ 9,52
8. Selbstkosten der abgestochenen rohen Hülle Mk. 50,90
9. Kosten der Ausschußbearbeitung 1 ).
Gießereiausschuß 8°/o, undichte Granaten 4%, verdrehte Gra
naten 2% Mk. 1,95
10. Selbstkosten des vollständigen Rohlings Mk. 52,85
11. Gewinnzuschlag 15°/o 7,93
12. Rohlingspreis Mk. 60,78
rund Mk. 60,80
*) 30% Ausschuß sind zulässig. Davon kommen 6% auf Aus
schuß in der Gießerei, 10% Ausschuß werden umsonst bearbeitet.
Zu vergüten sind:
8% Gießereiausschuß sind zu vergüten mit 20% des Bearbeitungs
wertes (22,—) = für 1 Stück Mk. 4,40, also für 100 Granaten
sind aufzuwenden 8 X 4,40 = Mk. 35,20
4 % undichte Granaten sind zu vergüten mit 80% des Bearbeitungs
wertes = für 100 Granaten „ 70,40