Der Gesamtwagenbestand war 1925 um 22 833 Stück oder um 3%
höher als 1914.
In den abgetretenen Gebieten sind nach Gutachten 2 der
Eisenindustrie viele Millionen Tonnen investierten Eisens für die zu-
zünftige deutsche Schrottversorgung verloren!). Der Verlust dieser
Eiseninvestitionen erscheint wichtig genug, um eine besondere Berech-
aung zu rechtfertigen. Diese Berechnung ist in der Anlage?) vor-
genommen worden und ergibt, daß auf die abgetretenen Gebiete 1913
"und 15 % der damaligen Gesamtinvestitionen entfielen.
ad 3.: Die Lebensdauer des Eisens, die in Gutachten 1 der
£isenindustrie mit 20 bis 25 Jahren angegeben war, wurde in ihrem
Gutachten 2 als zu kurz bezeichnet?) :
„Durch die nach dem Kriege notwendig gewordenen Ersparnis-
maßnahmen sowie durch die Fortschritte der Technik ist die
Lebensdauer des verwendeten Eisens aber erheblich länger ge-
worden.“
Hieraus wird die Folgerung gezogen?):
„Infolgedessen entstehen heute sehr viel geringere Abfall-
mengen als früher.‘
Eine Verlängerung der Lebensdauer des Eisens wirkt sich in
der Weise aus, daß nicht mehr alles Eisen einer Investitionsperiode
nach 25 Jahren, sondern ein Teil etwas später entfällt, mit anderen
Worten, daß sich, bei Zugrundelegung einer Lebensdauer von bisher
25 Jahren, zunächst der Schrottausstoß infolge der Lebensdauerverlänge-
rung verringert, in späteren Jahren dafür aber vergrößert. Ver-
längerungen in der Lebensdauer des Eisens, die wir gegen-
wärtig erleben, müssen sich also in einer Steigerung des in der
Zukunft zu erwartenden Schrottentfalls auswirken. |
Um beurteilen zu können, in welcher Weise sich Änderungen der
Lebensdauer eines Eisenerzeugnisses — z. B. von Schienen — auf den
Schrottentfall insgesamt auswirken, muß man einen Überblick über die
Lebensdauer aller Eisenprodukte gewinnen.
Nach der- „Lebensdauer“ kann man mehrere Gruppen von Fabri-
katen aus Eisen unterscheiden, wobei im folgenden unter „langer“
Lebensdauer eine solche von 25 Jahren und mehr, unter „kurzer“
Lebensdauer eine solche von unter 25 Jahren verstanden sei.
Unter Produktionsmittel fallen teilweise Eisengüter mit relativ
Langer Lebensdauer, ein Teil des Eisenbahnoberbaus, Brücken, Träger
in Häusern u.ä, Es handelt eich vielfach um wenig weiterverarbeitete
Produkte. Etwaige Verbesserungen in der Qualität des verarbeiteten
Eisens können sich daher in einer Verlängerung der Lebensdauer aus-
wirken. Eine Veraltung durch Entstehung neuer Formen ist nur in
geringerem Umfang möglich. Aber auch ein beträchtlicher Teil der-
artiger Produktionsmittel, z. B. Fabrikhallen, Bahnhöfe, hat eine relativ
kurze Lebensdauer, weil nämlich die Betriebe. denen sie dienen. normaler-
') siehe S. 297
?) siehe S 827,
N siehe S. 296.
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