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berechnung mit Rücksicht auf alle den erreichbaren Verkaufspreis
bestimmenden Einflüsse. Z. B. Zuschlag eines „Preisnachlaß-Aufschlages“,
wenn das Abhandeln zu den Gewohnheiten des Käufers
gehört (Käufersitte).
a) Der Gewinnaufschlag bei Bestimmung der Verkaufsmöglichkeit
eines patentierten Artikels, bei dem also das Angebot nur
von einer Seite erfolgt, wird höher sein als der Aufschlag auf ein
auch von Mitbewerbern erzeugtes Fabrikat. Der zukünftige Gang
des Preises eines solchen Artikels läßt sich nur annähernd und
mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im voraus berechnen. Von
Einfluß werden sein: Absatzminimum mit Rücksicht auf die Produktionskosten;
Größe des zukünftigen Marktes; Zahlungsfähigkeit
der zukünftigen Abnehmer; Befriedigung eines vorhandenen Bedürfnisses
oder die Möglichkeit, durch Erzeugung des betreffenden
Artikels ein Bedürfnis künstlich hervorzurufen; Bedarfsmenge; die
Kosten der Neuanlagen und der bisherigen Versuche; der Kaufpreis
einer dem Unternehmer überlassenen Erfindung, usw. Ein unverhältnismäßig
hoher Gewinnaufschlag kann zur Ablehnung des
Artikels seitens des kaufenden Publikums führen. Oft wird bei verhältnismäßig
niedrigen Preisen der höchste Gewinn erzielt (z. B.
bei Konsumartikel); der große Umsatz liefert dann bei kleinerem
Nutzen das Maximum des erreichbaren Gewinnes. Gegen das Ende
der Patentdauer wird man mit den Preisen heruntergehen; einerseits
weil infolge der Verbesserung der Betriebseinrichtungen billiger
produziert werden kann, andererseits will man einen Massenkonsum
erzielen; bis andere Betriebe eingerichtet sind, Erfahrungen sammeln
und ebenso billig produzieren können, hat das erste Unternehmen
einen schwer einzuholenden Vorsprung.
ß) Die Preispolitik hat auch die Verkaufsmöglichkeit bei einem
im voraus vom Käufer bestimmten Preis (Verdingung, Anfrage)
zu ermitteln. In diesem Falle kann nur eine genaue Selbstkostenberechnung
angeben, ob das angebotene Geschäft zum angegebenen
Preis übernommen werden kann oder nicht. Viele Betriebe erzeugen
Artikel, die trotz soi’gfältiger Kostenberechnung mit Verlust 1 ) verkauft
werden müssen, ohne daß die Einstellung der Fabrikation,
teils aus technischen Gründen, vielfach wegen kaufmännischer
Überlegung zweckmäßig erscheint. Solche Verluste müssen durch
vermehrten Umsatz in anderen Artikeln wieder hereingebracht
werden. Sie entstehen häufig dadurch, daß man nicht alle einem
Produkt rechnungsmäßig zukommenden Unkosten (Verkaufs- oder
Verwaltungsspesen) auf den Kosten preis des Produktes schlagen
’) Aktienfabriken reservieren mitunter einen Teil des Reingewinnes, um
solche unvermeidliche, Verlust bringende Geschäfte für das Betriebsjahr unwirksam
zu machen.