Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Die  Schulden  betrugen  Mk,  1373  361,  davon  entfielen  auf  die
Kreditoren  Mk.  609  796  (nur  Warenschulden),  d.  h.  137  %  der  Lagerbestände ­
  (Mk.  445  204).  Die  eigenen  Mittel  (ohne  Jahresreingewinn),
d.  h.  Grundkapital,  Reserven  und  Gewinnvortrag  aus  dem  Vorjahr
beliefen  sich  auf  Mk.  1355  557.  Die  Schulden  machen  50,3  %,
die  eigenen  Mittel  49,7  o/o  des  Gesamtkapitals,  die  Schulden  48,4%,
des  Vermögemr(Schulden-Koeffizient).  Auf  100  Mk.  Umsatz  kommen
54,2  EigenkapitaL  das  also  etwa  2  mal  umgeschlagen  wird,  und
54,9  Mk.  Leihkapital,  endlich  4,43  Mk.  Reingewinn  und  16,4  Mk.
Lagerbestände  (im  groben  Durchschnitt  409  172  Mk.  Bestand).  Mit
100  Mk.  Eigenkapital  wird  ein  Umsatz  von  110,7  Mk.  und  ein  Reingewinn ­
  von  8,14  Mk.  erzielt.  Die  Aktiendividende  ist  9%.
Auf  100  Einheiten  des  „werbenden“  Kapitals  (d.  h.  eigene
Mittel  und  feste  Schulden,  wie  Anleihen  und  Hypotheken,  hier
Obligationen  Mk.  600  000)  kommen  Mk.  127,7  Umsatz  und  Mk.  6,87
Gewinn  (Reingewinn  und  Mk.  23  880  Anleihezinsen).  Auf  100  Mk.
Umsatz  kommen  78,2  Mk.  werbendes  Kapital.
Die  Kapitalrente  für  den  Aktionär  berechnet  man  gewöhnlich
auf  den  Nennwert  der  Aktie  zuzüglich  des  Emissionsagios  und
etwaiger  Zuzahlungen  (Sanierungen);  das  ist  richtig,  soweit  Gründungs- ­
  und  Daueraktionäre  in  Frage  kommen.  Der  Ertrag  der  Kapitalanlage ­
  in  Aktien  berechnet  sich  aus  dem  Verhältnis  zwischen  Dividende, ­
  dem  Wert  oder  Erlös  des  Bezugrechts  und  dem  Kurskapital
(d.  h.  Anschaffungswert  der  Aktie)  zuzüglich  sonstiger  Leistungen
des  Aktionärs.  Die  Rente  des  Unternehmerkapitals,  der  eigenen
Mittel  und  des  werbenden  Kapitals,  muß  den  Bestand  bei  Beginn
des  Geschäftsjahres,  bei  Gewinnverteilungsgesellschaften  unter  Heranziehung ­
  der  Gewinnverteilung  des  Vorjahres  berücksichtigen.  Der
Anfangsbestand  beider  Kapitalien  war  an  der  Kapitalproduktion  be-*
  teiligt;  die  Statistiker  rechnen  häufig  falsch,  indem]  hie  die  Rentabilität
auf  den  Schlußbestand  beziehen.
5.  Beispiel.
Die  Vereinigung  der  kaufmännischen  mit  der
Kostenbuchführung  zeigt  das  folgende  der  chemischen  Großindustrie ­
  entnommene  Beispiel 3 ):  Für  die  Kostenberechnung  kommen
in  Betracht:  Konto  der  Generalkosten,  Konto  der  Magazinkosten,  die
Konten  der  Hilfsbetriebe  (Konto  des  Wasserwerks,  Konto  der  elektrischen ­
  Zentrale,  Konto  des  Kesselhauses,  Konto  der  Fabrikbahn,
Konto  der  Bauabteilung,  Konto  der  Werkstätte,  Konto  der  Kraftzentrale) ­
  und  die  Konten  der  Hauptbetriebe.  Die  Magazinkost  en
')  Ein  Beispiel  fiir  Hüttenbetriebe  bei  Waink,  Leitfaden  dei  montanistischen ­
  Buchführung.  Leoben  1898,  S.  74  f.,  102  f.
            
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