Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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bei  der  Beschaffung,  sondern  auch  bei  der  Verteilung.  So  erfordert
z.  B.  die  Verteilung  frischen  Fleisches  besondere  Einrichtungen  (separate ­
  Abgabestellen,  Kühlanlagen  usw.);  auch  Butter  und  Fische
sind  schwer  zu  behandelnde  Artikel,  die  gern  zu  Reklamationen  Anlaß
geben.  Ferner  wird  in  den  Geschäftsberichten  immer  wieder  auf  die
Schwierigkeiten  der  Vermittlung  und  besonders  der  Verteilung  von
Gemüse,  Kartoffeln,  Kohlen,  Milch  und  feinen  Bäckereiprodukten  hingewiesen, ­
  worauf  ich  noch  an  anderer  Stelle  zurückkomme?)  Außenstehende ­
  sagen,  daß  die  genannten  Artikel  sich  der  Schematisierung ­
  der  konsumgenossenschaftlichen  Gütervermittlung  nicht  anpassen.
Eine  Schematisierung  muß  aber  durchaus  nicht  mit  der  konsumgenossenschaftlichen ­
  Gütervermittlung  verbunden  sein.  M.  E.  wird  die  Anpassung ­
  an  Einzelfälle  auch  in  der  Konsumgenossenschaft  mit  steigender ­
  Entwicklung  immer  mehr  ermöglicht.  Den  größten  unter
den  Konsumvereinen  ist  heute  schon  kein  Gebiet  mehr
fremd.
VI.  Zentrallager  und  verteilungsstellen.
Zur  Verteilung  der  Güter  haben  die  Konsumgenossenschaften
Verteilungs  st  eilen  errichtet,  welche  von  einem  zentral  liegenden ­
  Lager,  dem  Zentrallager,  aus  bedient  werden.  In  kleinen
Orten  lohnt  es  sich  meist  nicht,  mehr  als  eine  oder  zwei  Verteilungsstellen ­
  zu  errichten.  Hier  ist  ein  Zentrallager,  selbst  wenn  es  sich
um  drei  oder  vier  Verteilungsstellen  handelt,  nicht  nötig.  Die  größte
der  Verteilungsstellen  nimmt  die  ankommenden  Verteilungsgüter  in
Empfang  und  verteilt  sie  an  die  andern.  Zum  Teil  läßt  man  die
Güter  auch  den  Verteilungsstellen  direkt  zugehen.  Ein  kleiner
Hinterraum  der  Abgabestelle,  welcher  sonst  vielleicht  gar  keine  Ausnutzung ­
  finden  würde,  wird  dann  zur  Aufspeicherung  der  Verteilungsgüter ­
  benutzt.
In  größeren  Orten  aber  vermehren  sich  die  Verteilungsstellen  mit
großer  Schnelligkeit.  Ein  großzügig  eingerichtetes  Zentrallager  wird
hier  zur  Notwendigkeit.  Einige  Vereine  haben  mehrere  Zentrallager.
Die  Ursache  dafür  kann  darin  liegen,  daß  das  Ausbreitungsgebiet
ziemlich  ausgedehnt  ist,  was  die  Bedienung  von  einem  Zentrallager
aus  erschwert.  Ein  anderer  Grund  kann  der  sein,  daß  ein  Konsum-Verein
  Bedarfsgüter  verschiedener  Branchen  führt,  was  z.  B.  zur
Errichtung  eines  Zentrallagers  für  Lebens-  und  Genußmittel  und
eines  anderen  für  Bekleidungsgegenstände  führen  kann.  Hier  könnte

s)  Siehe  Seite  167  ff.
            
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