Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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stände  anzubringen,  damit  dieser  wegen  Prüfung  der  Ausstellung
das  Erforderliche  veranlassen  kann.
2.  Buchhaltung.
Es  wäre  unnütz,  hier  im  einzelnen  auf  die  Bücher  und  Buchungen
einzugehen,  die  im  Verkehr  zwischen  Zentrale  und  Verteilungsstelle
vorkommen.  Ich  verweise  dafür  auf  das  in  dritter  Auflage  erschienene
Buch  über  die  Buchführung  der  Konsumvereine  von  I.  Hein  §,*)  dem
verstorbenen  Direktor  eines  Revisionsverbandes  des  Zentralverbandes.
Heins  hat  durch  jahrzehntelange  Revisionstätigkeit  bei  zahlreichen
großen  und  kleinen  Vereinen  den  besten  Einblick  in  das  Buchhaltungswesen ­
  der  Konsumgenossenschaften  gewonnen.  Hier  der  Vollständigkeit ­
  halber  nur  das  Wesentlichste.
Im  Zentrallager  wird  das  Z  e  n  tr  a  l  l  a  g  c  r  b  u  ch  geführt,  das
in  der  Form  von  andern  Lagerbüchern  nicht  abweicht.  Da  es  sich
meist  um  große  Einzelposten  handelt,  führt  man  das  Lagerbuch  in  der
Regel  nach  Partien,  die  dann  einzeln  abgeschlossen  werden.  Die  Eingänge ­
  werden  nach  einem  besonderen  Eingangsbuch,  die  Ausgänge  nach
den  Lieferscheinen  für  die  Lagerhalter  gebucht.
Die  Belastung  der  Verteilungsstellen  erfolgt  zum  Abgabepreise  auf
Grund  der  Lieferscheine  im  Lagerhalterbuch.  Auf  der  linken
Seite  findet  man  dort  die  Ausgänge  vom  Zentrallager  und  etwaige
Preiserhöhungen,  auf  der  rechten  Seite  die  Retouren,  Abschreibungen,
Preisherabsetzungen  usw.  und  die  Kasseneingänge.  Die  Verteilungsstellen ­
  liefern  die  Kasseneingänge  je  nach  den  Einnahmen  täglich  oder
von  Zeit  zu  Zeit,  das  heißt  meist  zwei-  oder  dreimal  wöchentlich  ab.
Die  Ablieferung  geschieht  persönlich,  durch  die  Bank  oder  durch  die  Post.
Heute  strebt  man  an,  daß  die  Lagerhalter  die  Beträge  sofort  auf  das
Konto  des  Vereins  bei  der  Bankabteilung  der  Großeinkaufsgesellschaft ­
  überweisen,  sei  es  nun  durch  Postscheck  oder  durch  die  Bank.
Der  besseren  Uebersicht  halber  und  um  einen  geregelten  Verkehr
zwischen  Vorstand  und  Verteilungsstelle  zu  ermöglichen,  wie  es  in
den  Geschäftsanweisungen  für  die  Lagerhalter  heißt,  hat  man  in  einzelnen ­
  Vereinen  sogenannte  Wochenabrechnungen  eingeführt,  die  über
alle  Einnahmen  und  Ausgaben  der  Lagerhalter  Aufschluß  geben.
Zu  dem  Lagerhalterbuch  wird  vom  Lagerhalter  in  der  Regel  ein
Gegenbuch  geführt,  das  sogenannte  Au  fr  e  ch  n  u  n  g  s  b  u  ch.  In
etwas  einfacherer  Form  werden  dort  dieselben  Buchungen  vorgenommen. ­
  Ende  des  Monats  werden  die  Endsummen  der  beiden  Bücher

Neubearbeitet  von  Karl  Schmidtchen,  Düsseldorf,  erschienen  Hamburg ­
  1913.
            
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