1. Titel: Kauf. Taufch. S 459. 621
und an fi außerhalb der natürlichen Sigenfdhaften liegen: vol. hierüber
Schröder a. a. DO. S. 81. , , ”
Die Zufidherung, daß eine zur Zeit des Gefahrübergangs vor-
handene Eigenihaft aud in Zukunft fortdanern werde, ilt
Segenftand eine8 befonderen GarantievertragS, der den KHegeln
der 88 459 ff., in8bef. auch der SS 477, 478 hinfichtlidH der Gewährleiftungs-
anfbrüche nicht unteritebht, 1. RGE., Recht 1909 Nr. 652 (= Warneyer a
1909 Yr. 201); val. hiezuw auch Seuff. Arch. Bd. 62 Mr. 5, R]pr. d. VL®G.
Bd. 12 S. 55, Zur. Wichr. 1905 S. 389, 1906 S. 712, 1908 S. 549, ferner
RGE. Gruchot, Beitr. Bd. 51 S. 935 und 942, MNecht 1908 Nr. 45. Wegen
Erzielung eines Erfolges vgl. aber auch DLSG. Breslau, Recht 1908 Nr. 45.
Bugefidherte Nebenrechte find nit als Eigenfhaften zu beurteilen, fie
el zu dem vom Berkäufer nach Maßgabe de3 8 437 zu Sn eitenden
Kechtsbheftande, |. ROSE. Bd. 56 S. 253, Jur. Widhr. 1904 S. 109.
Die Lage an einem Sffentlihen Wege bildet eine Eigenichaft des
Drundjtücks. DYit diefe im Einzelfalle nach dem Vertrage zugeficherte Cigen-
jchaft in Wirklichkeit nidht vorhanden, Io handelt eS fich um einen vom Ver-
fäufer nad) S 459 ff. zu vertretenden Mangel der Sache, vgl. bayr. Yberit.
LG. Bd. 8 In. 3.) S. 283, Recht 1907 Nr. 2268,
Neber Buficherung eines üugangß bval. bayr. OQberft. LG. a. a. OD.
und Recht 1907 Nr. 2269, 1908 Vor. 284.
Ueber Buiicherungen nad Abihluß des Naufvertrags vgl. RGS. vom
26. November 1907, Recht 1908 Mer. 44.
Ueber die Bedeutung mündlicher Zufidherungen vor Ihriftlider Beur-
fundung vol. Recht 1909 Nr. 1116, X3. 1909 S. 552.
3, ANgemeine Anpreifungen der Sache und ihrer Omnalitäten (erlaubte Ie-
Jamen), tn joldhe im Verkehr üblich find, Können nicht al8 Zuficherung in Ddiefem
inne gelten.
a) Dies war Thon nach gem. Rechte (val. Windicheid-Ripp $ 393 Nr. 2) der
Sall und ift gegenüber dem Worte „zugeficherten“ im S 459 Ab], 2 erft recht
Aare lten, Die Sache muß jo liegen, daß fd annehmen läßt, die vom
Berkänfer betätigte Darlegung einer Cigenihaft jet ernftlidh gemeint
gewejen (WM, II, 225) und Er auf die Berlicherung des MerkäuferS hin
und um der Fraglidhen Eigen{hHaft willen (fer eS derjelben allein
oder auch in Verbindung mit anderen) fei der Vertrag aboefchloffen
worden. Sl auch oben Bem. IV, 1, a,
Die Grenzlinie müfjen hier oft die im Berkehre herrichenden
Örundjäge abgeben, Dd. h. die Sufiherung einer beftimmten Eigenfchaft muß
al8 bindend gelten, menn fe vom Käufer nach jenen Grundfägen als ernit-
(ich gemeinte Zujage aufgefaßt werden durfte, val. Kudhlenbeck zu
& 459 und auch 9%. 11, 225, fowie ROGSG. Bd. 4 S. 161, Bolze Bd. 22
Nr. 460, EC DE (1. Aufl.) Bd. 3 S. 129.
Beifpiele au8 der Praxis (vol. auch unten Dem. 13):
Die Zuficherung des Verkänufer8 eines Backofen3:; „der Ofen ei Ann
enthält feine Bufidherung von Eigenichaften im Sinne des 8 459 BGG.
DSG. SIena vom 22. Oktober 1902 Kecht 1902 S. 613).
Dagegen kann beim Yierbehander die Buficherung völliger
Gefundbett aß Buficherung einer Eigen! haft gelten, f. RO, in Seuff.
Arch. Bd. 58 Nr. 4.
Ueber A ra vgl. Bolze Bd. 23 YNr. 508
“vgl. au Seuff. Arch. Bd. 59 S. 392), Patentleiter ROSE. Bd. 34 S. 215,
Bufaß „ungefähr“ Bolze Bd. 17 Nr. 315,
Veber Zuficherung der Güte einer Hypothek val. Bem. 4, d zu $ 438.
Sr Meilcher „Fonkurrenzio8“ Hinfichtlih eines Yaden3 vgl. Ripr. D.
DLG. (Dresden) Bd. 11 S. 139. ,
Yeber Zuficherung der Lieferung reiner Weine vgl. Ripr. d. OLG.
Bd. 10 S. 174. . .
e) Die Unrichtigkeit derartiger Anpreifungen 2Cc. fann aber Bedeutung gewinnen
al8 „unlauterer Wettbewerb“; vgl. RO. vom 7. Juni 1909 88 1, 3, 4.
„3. Aus der Natur der zugeficherten Cigen{chaften als VBertragSbeftandteil
ergibt fich die weitere Solge, daß die Zufidherung bei einem Kaufvertrage mit ge =
TeBlidh gebotener Sorm, wie 3. SB. bei GOrunditückstänfen nach $ 313 BOB,
bon diejer BertragsStorm UmicOto fer, alfo in obigem Beifpiele notariell N
fein muß. Mol. hiezu Crome int „Recht“ 1902 S. 334, Eccin8 in Oruchot, Beitr. Bd. 43
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