fullscreen: Almanach d'adresses de la Chambre de Commerce, d'Industrie et de Métier `a Zagreb

141 
Wie gross die den vorhandenen Gefällen und Stau 
anlagen innewohnenden Energiemengen sind, lässt sich 
mit einiger Sicherheit auch nicht annähernd genau 
genug berechnen, trotzdem dies mehrfach versucht 
wurde. Man kann nur sagen, dass neben den zur 
Deckung des augenblicklichen Bedarfs für industriellen 
Konsum nötigen Mengen noch ein sehr grosser Vorrat 
an Reserven der Ausnutzung harrt. Diese Energie 
mengen in erster Linie im Interesse des eigenen Landes 
nutzbar zu machen, ist natürlich ein unbestreitbares 
Recht des Schweizervolkes. Es hiesse die eigene 
Waffe dem Konkurrenten in die Hand legen, würde 
man die Wasserkräfte der ausländischen Industrie, die 
ohnehin mit günstigeren Produktionsverhältnissen arbeitet, 
überlassen. Letzteres zu verhindern, war der Zweck 
einer Petition, welche die schweizerische Gesellschaft 
»Freiland“ schon 1891 bald nach dem wohlgelungenen 
Verlauf des Versuchs der Kraftübertragung von Lauffen 
nach Frankfurt a. M. der. schweizerischen Bundes 
versammlung überreichte und welche dahinging, die 
sämtlichen noch unbenutzten Wasserkräfte der Schweiz 
z n Eigentum des Bundes zu erklären, die Ausbeutung 
derselben sowie die Fortleitung der gewonnenen Energie 
durch Elektrizität, Druckluft usw. dem Bunde vorzu 
behalten. Die Eingabe war erfolglos. Erst im Verlolg 
oiner von weitblickenden Männern Ende 1902 wiederum 
eingereichten Motion fasste der Bundesrat im Dezember 
1 905 einen Beschluss, der in der Hauptsache Fügendes 
bestimmt: „Die Ableitung von elektrischer Enei gie, weiche 
ganz oder zum Teil aus inländischer Wasserkraft ge 
wonnen wird, ins Ausland bedarf der bundesräthchen 
Bewilligung. Staatsverträge sind Vorbehalten. Der
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.