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genommen Haben, er]dwert jedoch wefentlidH das Fehlen ein|Olägiger 
Daten. — Die polnijdhen Eifenerze treten teilweije in dünnen Schichten, 
teilweife jedod) in unregelmäkigen Meltern auf und find relativ arm 
an Eifen; fie haben nur 30—40 % Eifengehalt. 
Sn Kongrekpolen finden id Eifenerze vornehmlid an Drei 
Stellen vor: 
1. Sm Kohlenbeden, wo fie gleid) den Zink und Bleierzen in 
der Trias auftreten und Heine unregelmäkige Nelter in einer Ton- 
jhicht bilden, die den Mufjdheltalk überlagert. Das dortige Eifenerz 
ijit Brauneifenjtein mit. 40 % Eijenerz. Der Mufdelkalt if in 
beträchtliger Ausdehnung vorhanden; vermutligh dürfte alldo au das 
Eifenerz in anfehnliden Quantitäten zu finden fein. 
2, Eine zweite ausgedehnte Zone des BVorkommens von Eijenerzen 
befinder Jih in der Gegend von Czeltodhowa. Das Erz ijt jogenannter 
Toneifenftein, d. h. Fohlenjaures Eijen (Siderit) mit Ton vermifdt, 
von 35 bis 40 0% Eijengehalt. Seiner Reinheit und Jeichten Schmelz 
barfeit wegen ijt der Toneifenjtein ein fehr gutes und gern verwen- 
betes Erz. — Mit Rüdfight auf den Flädenraum diejfer Zone, welder 
nahe an 1000qkm eranreidt und auf das Vorkommen des CErzes 
in zujammenhängenden, flädenhaft ausgebreiteten Lagen er[dHeint die 
Vermutung als tatthaft, dakz hier der Boden mindeltens einige Dukend 
Millionen Tonnen Eijenerz bergen dürfte. 
3, Die dritte Eijenerzzone Kongrekpolens liegt in der Land[Haft 
Radom; fie zieht ih dem Nordfuk der Gory Swietofrzy[kie (Heiligen- 
freuzberge) entlang und wejtwärts diefes Gebirges hin. Der Fläden- 
raum Diejer Zone beträgt gegen 1500akm. Die Erze treten bier 
nahe unter der Oberfläde in mehreren Niveaus übereinander, teils 
in der Trias, teils in Yura und zwar in Gejtalt von Brauneifenftein 
und Toneijenitein mit etwa 35 0% Eifengehalt auf. 
Für die in Kongreßpolen wahrfdheinlidH vorhandene Menge von 
Eijenerzen gibt das im Yahre 1910 auf Grund eines Beidhluljes des 
internationalen Geologenfongreffes zu Stodholm herausgegebene Werk: 
„Iron resoures of the world“ (Die Eifenvorräte der Welt) die ehr 
beträchtliche Ziffer von 300 Millionen Tonnen an. 
Bhosphorite, ein wichtiger Rohftoff zur Erzeugung der als 
Superphosphate bekannten Kunfjtdüngerarten, finden fih in der Nähe 
von Tosmarczow vor; fie wurden aber bisher dort nicht gefördert 
und find nicht einmal genügend erfor[dht. 
Kupfererze fommen bei Kielce und Checiny vor. Sie wurden 
[don zur Zeit des alten Polenreihes gefördert, fpäter aber verfielen 
diefe Bergwerke aus Mangel an ftaatlidem Schuß, ähnlid wie die 
Bleigruben; die im vorigen Jahrhundert und in jüngiter Zeit vor- 
genommenen Verluche, fie wieder in Betrieb zu feken, find nicht gealüdt.
	        
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