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terung in den Bedingungen der beschäftigten Arbeiter ge-
sprochen haben und im folgenden noch davon sprechen wer-
den, nicht beabsichtigt haben und nicht beabsichtigen, uns
auf. eine absolute Senkung der Lebenshaltung zu beziehen.
Die Verschlechterung, mit der wir uns befassen, hat relativen
Charakter: sie bezieht sich auf die ökonomische und soziale
Situation im weitesten Sinn und kommt im wesentlichen
von dem Phänomen her, daß, bei Anwachsen des sozialen
(an Gebrauchswerten gemessenen) Reichtums, infolge Eın-
führung der Maschinen, die den Kapitalisten zukommen: de
Quote wächst, wogegen die den einzelnen Arbeitern zukom-
mende unverändert bleibt.
Wir werden dann in weiteren Arbeiten sehen, daß, da
die Hypothese, von der wir ausgehen, eine einfache Bequem-
Jlichkeitshypothese ist, und da in Wirklichkeit auch die
Löhne steigen, das Problem der ökonomischen und sozialen
Bedingung der beschäftigten. Arbeiterklasse mit größerer
Genauigkeit folgendermaßen zu stellen ist: da infolge immer
größerer. Ausdehnung des technischen Kapitals der soziale
Reichtum wächst, in welchem Verhältnis steigt der Lohn
und in welchem der Profit? Eine Frage, auf welche der gut-
willige Leser unsere Antwort nunmehr leicht erraten wird.
& 5. Das Problem und die Marxsche Darstellung.
Wenn wir nun zu den früheren Hypothesen zurück-
kehren, können wir einen eigenartigen Gegensatz feststellen.
Während — wie wir weiter oben angedeutet haben —
nicht wenige der sogenannten Marxisten in unseren Unter-
suchen den Versuch sehen, die Kritik am Kapitalismus abzu-
schwächen, wenn nicht gar ihn zu verteidigen, kann in
Wahrheit die relative Verschlechterung, die unter dem bis-
her angewendeten Gesichtspunkt die Anwendung des tech-
nischen Kapitals für die beschäftigt gebliebenen Arbeiter
bedeutet, nur durch unsere Darstellungsweise gesehen, oder
wenigstens genau gesehen werden. Sie wird durch die
Marxsche Methode hingegen übersehen oder. doch nur in
ungenügender Weise aufgezeigt.
Im ersten Band des «Kapital» hat Marx sich ausführlich
mit den Ausbeutungsformen menschlicher Arbeit und beson-
ders deren Intensivierung und Verdichtung befaßt, die eine
Folge der größeren Achtsamkeit und Schnelligkeit sind, die
den Arbeitern automatisch durch die Maschinen auferlegt
werden. Aber darum handelt es sich nicht. Es handelt sich
jetzt um diejenigen Beziehungen, die — angenommen, daß
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