Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnitt. 
Weibern und Kindern (unter 10 Jahren) in Minen fand das Kapital 
die‘ Methode, nackte Weiber und Mädchen, oft mit Männern ZU 
sammengebunden, in Kohlen- und andern Minen zu vernutzen, ® 
übereinstimmend mit seinem Moralkodex und namentlich auch 
seinem Hauptbuch, daß es erst nach dem Verbot zur Maschineri® 
griff. Die Yankees haben Maschinen zum Steineklopfen erfundel 
Die Engländer wenden sie nicht an, weil der „Elende“ („wretch“ ist 
Kunstausdruck der englischen politischen Oekonomie für den Land 
arbeiter), der diese Arbeit verrichtet, einen so geringen Teil seine 
Arbeit bezahlt erhält, daß Maschinerie die Produktion für del 
Kapitalisten verteuern würde.!!® In England werden gelegentlich 
statt der Pferde immer noch Weiber zum Ziehen usw. bei den Kanal 
booten verwandt,!!? weil die zur Produktion von Pferden umd 
Maschinen erheischte Arbeit ein mathematisch gegebenes Quantiu® 
ist, die zur Erhaltung von Weibern der Ueberbevölkerung not 
wendige dagegen unter aller Berechnung steht. Man findet daher 
nirgendwo schamlosere Verschwendung von Menschenkraft für 
Lumpereien, als gerade in England. dem Land der Maschinen. 
3. Nächste Wirkungen des maschinenmäßigen Betriebes 
auf den Arbeiter. 
Den Ausgangspunkt der großen Industrie bildet, wie gezeigh 
die Revolution des Arbeitsmittels, und das umgewälzte Arbeitsmittel 
erhält seine meist entwickelte Gestalt im gegliederten Maschinel“ 
system der Fabrik. Bevor wir zusehen, wie diesem objektive? 
Organismus Menschenmaterial einverleibt wird, betrachten W* 
einige allgemeine Rückwirkungen jener Revolution auf den Ar 
beiter selbst. 
Fabrikanten, die Spinner von Wollengarn, heute selten Kinder unter 
18 Jahren, das heißt Halbzeitler. Sie haben verschiedenartige verbessert® 
und neue Maschinen eingeführt, wodurch die Verwendung von Kinde? 
(das heißt unter 13 Jahren) überflüssig gemacht wird. Zur ustratiol 
für die Verminderung der Zahl der Kinder will ich einen Arbeitsproze® 
anführen, bei dem ein Apparat, genannt Anknüpfmaschine, den bestehend® 
Maschinen angefügt wird, wodurch, je nach der Beschaffenheit der P” 
Ireffenden Maschine, die Arbeit von 6 oder 4 Halbzeitlern von einem Jugend 
lichen (über 13 Jahre) geleistet werden kann. ‚.. Das „Halbzeit-Syste®, 
war die unmittelbare Veranlassung zur Erfindung der Anknüpfmaschin® 
(„Reports of Insp. of Fact. for 81st October 1858.“) ; , 
118 „Maschinen . .. können häufig erst angewendet werden, wenn & 
Arbeit (er meint: der Lohn) steigt.“ (Ricardo: „Principles of Politi® 
Economy, 3rd ed. London 1821“, p. 579.) [Vgl „Grundgesetze der VolkswWO 
schaft“, übersetzt von Dr. Ed. Baumstark. 2. Auflage. Leipzig 1877, S- 865-7 
1968 9 Siehe „Report of the Social Science Congress at Edinburgh. OctoP®
	        
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