Full text : Die Fabriksparkasse

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Arbeiter  Gebrauch  gemacht,  und  eine  ganze  Reihe  ist  mit
sehr  beträchtlichen  Summen  in  die  Alterssparkasse  übergetreten. ­

Außer  diesen  Kassen  ist  dann  noch  in  den  Farbenfabriken ­
  eine  Zwangskasse  für  die  minder  jährigen  Arbeiter,
die  ähnlich  organisiert  ist  wie  die  Remscheider  Jugendsparkassen. ­
  In  Elberfeld  und  Leverkusen  zusammen  hat
diese  Kasse  1475  Mitglieder.
Die  jungen  Arbeiter  und  Arbeiterinnen,  die  in  erster
Linie  für  die  zukünftige  Gründung  des  Haushalts  sparen
sollen,  veranlassen  wir  also  nicht  zum  Eintritt  in  die
Alterssparkasse,  die  das  Guthaben  24  Jahre  lang  sperrt,
sondern  diesen  steht  die  Jugendsparkasse  zur  Verfügung,
die  das  Guthaben  bei  der  Vollendung  des  21.  Lebensjahres
auszahlt.  Die  Sparer  haben  dann  das  Recht,  mit  ihrem
gesamten  Guthaben  oder  einem  Teile  der  Alterssparkasse
beizutreten.  Sie  erhalten  dann  auf  die  überwiesene
Summe  gleich  den  30  prozentigen  Zuschuß  der  Firma.
Das  sind  in  großen  Zügen  die  Spareinrichtungen  für
Arbeiter  der  Farbenfabriken.  Sie  sind  ein  wichtiges  Glied
in  der  Organisation  unserer  Wohlfahrtseinrichtungen.
Wie  die  Farbenfabriken  durch  die  Gründung  gesunder
und  schöner  Wohnungen,  durch  Veranstaltung  von  Forte
bildungskursen,  Vorträgen  und  anderen  Bildungsbestrebungen ­
  das  geistige  Niveau  des  Arbeiters  zu  heben  suchen,
so  sollen  die  Spareinrichtungen  dazu  dienen,  dem  Arbeiter
zu  einem  Eigentum  und  damit  zu  einer  höheren  sozialen
Stellung  zu  verhelfen.  Und  nach  den  bisherigen  Erfahrungen ­
  dürfen  wir  auch  annehmen,  daß  durch  die
Alterssparkasse  dieses  Ziel  von  einem  großen  Teile  der
Arbeiterschaft  erreicht  werden  wird.
            
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