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muh sie 1908, gleichfalls unter Kriegsgefahr,
bejahen. Das erneute Auswerfen dieser Frage
1914 zwingt dann Deutschland in den Krieg
hinein. Der Krieg erweist, wie stets, die Überlegenheit
der politischen Offensive über die reine
Defensive: die Glieder des britischen Systems
greisen zunächst geschlossen ineinander, die
trennenden Gegenmatznahmen Deutschlands und
der auf Freundschaft mit England abgestellte
Dreibund fallen auseinander.
Dieser notgedrungene vierzehnjährige Verzicht
aus jede eigene politische Zielsetzung in der
Welt und die wiederholte Kriegsgefahr selbst
angesichts der strengsten Defensive haben nicht
verfehlt, ihre Wirkung auf die öffentliche Meinung
Deutschlands auszuüben. Die Wirkung
war zwiefach: einerseits ein Aufbegehren der
spezifisch nationalen Strömung, ein Drängen
auf Wiederaufnahme der politischen Offensive;
Beispiele sind die dauernde Feindschaft zwischen
Auswärtigem Amt und Alldeutschem Verband
sowie das Duell v. Bethmann- v. Heydebrand
in der Marokkodebatte 1911. Auf der anderen
Seite geht mit der wohlberechtigten Friedenssehnsucht
jedes Volkes und dem gleich wohlberechtigten
Verantwortungsgefühl jeder leitenden
Stelle eine politische Richtung Hand in
Hand, welche aus der Not des Vaterlandes eine