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Tugend macht und seine erzwungene Abkehr
von jeder politischen Offensive mit deutscher
Gründlichkeit zu einer Theorie der politischen
Defensive ausbaut. Danach wäre das Streben
nach politischer Macht, wie es Deutschlands
Gegner doch zu gleicher Zeit so kräftig ausgekostet
haben, eine grundsätzlich überwundene
Lebensform der Staaten; maßgebend für die
Stärke des nationalen Gedankens wären vielmehr
die wirtschaftliche und die kulturelle Expansion.
Diese Auffassung bedeutet also eine
bewußte Absage an Deutschlands eigene bis
>900 offensive Machtpolitik, einen gewollten
Verzicht auf ihre künftige Wiederaufnahme.
Folgerichtig sieht diese Meinung auch unter der
neuen Konstellation des Weltkriegs das Ziel
„in einer Verbindung höchster eigener militärischer
Macht mit politischer Mäßigung, die
das Mißtrauen, welches die militärische Macht
erweckt, wieder entwaffnet", mithin in eben den
gleichen Maßnahmen, welche während jener
kritischen fünfzehn Jahre vergeblich der politischen
Offensive Großbritanniens entgegengesetzt worden
sind. Für denjenigen, dem die eigentlich
politische Auswirkung jeglicher Politik nichts
als „rohe Gewalt" und „brutale Eroberungsgier",
nur ein aus „Neid oder Rachsucht" geborener
Reiz ist, für den muß in der Tat die