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mit materiellen oder andern Zwecken. Der
Krieg hat uns die Einheit wohl bewußt fassen
gelehrt; doch wäre der Versuch der „Kriegswirtschaft"
gescheitert, wenn jene Einheit nicht
latent bereits der Friedenswirtschaft eigen gewesen
wäre. Und da soll in der wichtigsten und
umfassendsten Äußerung jedes Staatslebens, in
seinem Verhältnis zu der staatlichen Umwelt,
mithin in seiner äußeren oder sogenannten
hohen Politik nicht jene Einheit jedes nationalen
Daseins sich am ersten widerspiegeln? Hier
ist doch, gleichgültig ob Krieg herrscht oder Friede,
stets die gegebene Zusammenfassung aller nationalen
Kräfte zu wirksamer Einheit, zu lebendigem
Handeln. Instinkt, Gefühl, Erkenntnis, Wille
der Nationen finden in ihrer äußeren Politik
den adäquaten Ausdruck. Wir glauben doch
nicht jene Torheit, die unsere Feinde vor dem
Weltkriege schon ersannen, daß Deutschlands
innere Kraft zerrissen sei vom Widerstreit der
Goetheschen und Bismarckschen Tendenzen. Um
wie viel größer wäre dann unsere eigene Blindheit,
ja unsere Selbstverblendung, wenn wir auf
dem Gebiete der äußeren Politik im Widersprüche
mit jeder geläuterten Geschichtserfahrung,
im Gegensatze zu der charakteristischen Eigenart
der großen Mächte unserer Zeit verharrten;
wenn wir aus Feigheit oder Torheit leugnen