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eine deutsche Kohlen- und Kreuzerstation am
Atlantischen Ozean geduldet, in Südmarokko
oder auch in jenem Fetzen von Portugiesisch-Guinea
— dort, wo die Dampserlinien nach
Mittel- und Südamerika, ums Kap und nach
Gibraltar vorbei führen an der äußersten Westküste
Afrikas. Denn dort stehen wahrhaft
politische Interessen für England wie für Deutschland
auf dem Spiel, nicht bloß Kulturmissionen
an der „Negerpsyche" oder „rein wirtschaftliche"
Interessen. Wie sehr oder wie wenig schließlich
der äußere Anlaß zum Konfliktsausbruch, die
Mordtat von Serajewo, den Machthabern der
hohen Politik willkommen gewesen sein mag,
in keinem Fall war doch die ganze serbische
Frage irgend vorwiegend ökonomischer Natur.
Während in diesen letzten Jahren vor dem Weltkrieg
die politischen Stützen unserem Neichsbau
eine nach der anderen entzogen wurden, fügten
wir noch ruhig Stein auf Stein zu seinem wirtschaftlichen
Ausbau. Unser Export erreichte im
ersten Semester 1914 erstmals 5 Milliarden, die
Konkurse nahmen ab, die Konjunktur zog an.
Der englische Arbeitsmarkt im Juli 1914 zeigt
gleichfalls ein gesundes Aussehen und war von
Krisen längere Zeit als wir verschont geblieben.
Diese charakteristische Zusammenhangslosigkeit
von Weltwirtschaft und Weltpolitik erfährt erst