Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Firth  of  Forth-Brücke.
Um  das  durch  den  Firth  of  Forth  von  altersher  gebildete  Verkehrshindernis  zu
beseitigen,  wurde  das  mächtige  neue  Brückenbauwerk,  das  mit  Recht  unter  die  Weltwunder
gezählt  werden  könnte,  erbaut.
Der  Einsturz  der  Taybrücke,  die  durch  einen  der  überaus  heftigen  Stürme  an  der
schottischen  Küste  zu  Falle  kam,  bewirkte,  daß  ein  bereits  in  der  Ausführung  begriffenes
Brückenprojekt  wieder  aufgegeben  und  ein  von  den  Ingenieuren  John  Fowler  und
Benjamin  Baker  ausgearbeiteter  Entwurf  dem  Baue  zu  Grunde  gelegt  wurde.  Abb.  407
gibt  ein  anschauliches  Bild  von  dem  bei  diesem  modernen  Riesenbau  angewandten  Konstruktivnsprinzip.
  Die  beiden  sitzenden  Personen  stellen  die  Pfeiler  dar,  von  welchen  nach
beiden  Seiten  durch  die  Arme  und  je  einen  stärkeren  Stock  dreieckige  Auskragungen  gebildet ­
  werden.  Die  zwischen  den  beiden  Pfeilern  resp.  Männern  vorhandenen  Auskragungspunkte ­
  können  zur  Ausführung  einer  Mittelkonstruktion  benutzt  werden,  die  in  der  Ab-407,

  Lebendes  Modell  der  Foethbrüriic.  Nach  Engineering,
Bildung  durch  einen  U-förmigen  Konstruktionsteil  veranschaulicht  ist,  welcher  der  dritten
Person  als  Sitz  dient.  Um  jedoch  das  ganze  System  bei  einer  solchen  Belastung  im
^Eichgewichte  halten  zu  können,  wird  es  erforderlich,  die  frei  auskragenden  Punkte  an
den  beiden  äußeren  Seiten  entsprechend  zu  belasten,  was  durch  die  senkrecht  aufgehängten
Mauersteine  geschieht.  Wie  man  leicht  einsieht,  tritt  in  den  Armen  der  beiden  außen
atzenden  Männer  Zug  ein,  während  die  nach  unten  gerichteten  Eisenteile  gedrückt  werden
h.  Druck  erhalten).  Während  ein  gezogener  Teil  nur  so  stark  gemacht  zu  werden
taucht,  daß  er  mit  Sicherheit  der  auftretenden  Kraft  zu  widerstehen  vermag,  d.  h.  nicht
Griffen  wird,  muß  ein  Brückenteil,  der  Druck  erhält,  so  stark  sein,  daß  er  hierdurch  nicht
Zusammengedrückt  wird,  d.  h.  er  muß  genügende  Steifigkeit  besitzen.  Das  Doppelblatt
deutlich  erkennen,  welche  Teile  der  Brücke  Zug,  welche  Druck  erhalten.  Die  letzteren
^sile  zeigen  ausnahmslos  einen  röhrenförmigen  Querschnitt.  Die  Spannweiten  der
Heiden  Mittelöffuungen  der  Forthbrücke  betragen  521  in,  die  Länge  der  gesamten  aus
Öffnungen  bestehenden  Brücke  ist  2468  in.  Die  Fahrbahn  ist  so  hoch  angeordnet
worden,  daß  die  Seeschiffe  mit  ihren  Masten  ungehindert  passieren  können,  die  Höhe
beträgt  51  in.  Die  Türme  haben  eine  Höhe  von  100  m  über  den  Stützpunkten,  -vie
Pfeiler  mußten  zum  Teil  im  tiefen  Wasser  fundiert  werden,  was  mit  Hilfe  sogenannter
            
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