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Lösch- und Ladevorrichtungen.
großen Leistungsfähigkeit ist ein Haupterfordernis möglichste Schonung der Kohle beim Ab
stürzen, weil die Gefahr der Selbstentzündung der Kohle um so größer wird, je mehr diese
beim Verladen zerkleinert wird. Die Art der Kohlensturzvorrichtungen hängt wesentlich von
der Höhenlage des Bahngleises zu den zu beladenden Schiffen ab; liegt das Gleis hoch,
so kommt das Schüttrinnensystem zur Anwendung; dabei fallen die Kohlen aus dem
Wagen in eine geneigte Schüttrinne und werden unmittelbar in die Schiffsluken ab
gestürzt. In Newcastle sind zwischen 40 und 50 solcher Schüttgerüste vorhanden, von
denen täglich bis zu 2000 Eisenbahnwagen verladen werden. Liegen die Gleise zu
niedrig, um die Wagen unmittelbar in die Schiffe entleeren zu können, so müssen die
Wagen durch hydraulische Aufzüge mit Plattformen oder durch Kräne erst hochgehoben
werden, um sie in die Schiffe auskippen zu können. Solche Kohlenkippeu und Kräne
befinden sich in Cardiff und in den Barry-Docks nach den neuesten Anordnungen; ein Schiff
von 2000 t Gehalt, das mit Ballast in Cardiff einläuft, kann innerhalb 24 Stunden
seinen Ballast löschen und mit Kohlen beladen wieder auslaufen.
515. Perladeoorrichtung in Grir Pa.
In Hamburg, wo der Verbrauch englischer Kohle sehr bedeutend ist, erfolgte das
Löschen der englischen Kohlendampfer früher ohne Anwendung von Maschinenkraft durch
die sogenannten „Kohlenjumper" durch Überladen in Schuten, und zwar mit solcher
Schnelligkeit, daß ein Schiff von 1800 t Ladung 16 Stunden nach seiner Ankunft die
Rückreise nach dem Kohlenhafen wieder antreten konnte. In neuerer Zeit finden fast
ausnahmslos Dampfwinden Verwendung.
Anlandevorrichtungeu. Landebrücken sind nur in denjenigen Häfen erforderlich,
in denen Personendampfer regelmäßig verkehren; für die im Klettern geübten Mann
schaften der Handelsschiffe genügen, um ans Land zu gehen, senkrechte eiserne Leitern, die
in Vertiefungen der Ufermauern angebracht sind. Für das Anlegen von Booten legt
man Treppen in den Ufermauern parallel zum Ufer an, am besten in den Ecken der
Hafenbecken, in denen die großen Schiffe nicht anlegen können. Für das Anlegen von
Personendampferu müssen entweder große Treppcnaulagen hergestellt werden, wie die
großartige Anlage am Hafendamm von Dover, die für den Wasserwechsel von 5—6 m
mit 5 in verschiedener Höhenlage befindlichen Plattformen von 3 m Breite ausgestattet ist,
oder die Landungsanlagen müssen aus Brücken bestehen, die mit dem einen Ende auf der
Ufermauer drehbar aufgelagert sind, während das andere Brückenende auf einem Ponton
ruht und sich mit diesem beim Wechsel des Wasscrstandes hebt und senkt. Entweder ist
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