Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Bau und Armierung der Kriegsschiffe im 16. u. 17. Jahrhundert. 
gaben für den Schiffbau in sich schlossen, so war doch bis zu dieser Zeit von wissen 
schaftlichen Grundsätzen beim Bau der Schiffe wenig zu spüren. Die damaligen 
Schiffbaumeister waren nichts weiter als geschickte Handwerksmeister, welche ihre Kennt 
nisse und Fähigkeiten für den Schiffbau von ihren Vätern erbten, so daß sich meist 
Generationen von Schiffbauerfamilien bildeten. Ihre Thätigkeit beschränkte sich darauf, 
nach den Angaben der Besteller oder nach bekannten und überlieferten Vorbildern die 
Schiffsform zu wählen und durch Auswahl gesunder Bauhölzer und sachgemäße Ver 
bindung der Bauteile ein möglichst festes und dauerhaftes Werk herzustellen. Schiffspläne 
sowie Berechnungen zur Bestimmung des Deplacements und der Tragfähigkeit und zum Nach- 
597. prrideckrr „Mc Mictory", erbaut 173». 
weis einer genügenden Stabilität wurden nicht verlangt. Man bildete sich meist ein Urteil 
hiervon auf Grund eigener Erfahrungen bezw. nach den Angaben der Kapitäne und eigener 
in Fahrt befindlicher Schiffe. Überdies bot das Holz als Baumaterial eine leichte Gelegen 
heit, unschöne Formen des Schiffes während des Baues zu beseitigen bezw. Anbauten nach 
träglich anzubringen. Schon unter der Regierung der Königin Elisabeth strebte der Seemann 
und Gelehrte Sir Walter Raleigh dahin, die wissenschaftliche Fortbildung der Schiffbau 
kunst zu fördern. Er tadelte die damaligen Schiffbauer wegen ihrer mangelhaften 
technischen Kenntnisse und der hierdurch sich ergebenden häufigen Konstruktionsfehler und 
Mißerfolge. In seiner Abhandlung über die königliche Marine und den Dienst zur 
See lenkte er die Aufmerksamkeit auf den schädlichen Einfluß, welchen die Überschreitung 
des Tiefganges auf die Segeleigenschaften eines Schiffes ausübt. Auch einer der ältesten 
französischen Autoren, der Jesuitenpater und Lehrer der Mathematik am Seminar zu
	        
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