613. Maschine de» „Great Mritain". Nach „rde Engineer“.
winden, Kräne, Pumpen u. s. w. aufgestellt. Der mittlere tägliche Kohlenverbrauch bei
voller Maschinenleistung stellte sich auf 380 t. Da die Kohlenbunker 10 000 t Kohlen
fassen konnten, so reichte der Kohlenvorrat für 27 Tampftage. Neben dem Dampfbetrieb
war die Fortbewegung des gewaltigen Schiffes auch durch Segel vorgesehen. Der „Great
Eastern" war dementsprechend mit sechs Masten ausgerüstet, zwei mit Raatakelage und
vier mit Schratsegeln versehen (Abb. 615). Die Masten mit Ausnahme des Kreuzmastes
sowie die Raaen waren aus Eisen. Die Hauptraa war beispielsweise 37 m lang bei
840 mm im Durchmesser und bei einem Gewicht von 16 t.
Schon während des Baues dieses Riesenschiffes traten erhebliche Schwierigkeiten
auf, welche auf die Rentabilität des Unternehmens ungünstig einwirkten. Wegen der
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Schiffbau.
dicht verbunden wurden. Die Längsspanten waren derart auf dem Umfang des Haupt
spants verteilt, daß der Schiffsboden, sowie die innere Bodenbeplattung sicher unterstützt
waren. In ähnlicher Weise war das Oberdeck durch eine Zellenkonstruktion verstärkt und
auf diese Weise in stand gesetzt, die durch die Biegungsbeanspruchungen des Schiffes
dort auftretenden bedeutenden Zug- und Druckspannungen aufzunehmen. Neben diesen
starken Längsverbänden waren auf die ganze Länge der Maschinen- und Keffelränme,
rund 120 m, zwei Längsschotte, wie aus Abb. 616 u. 617 ersichtlich, angeordnet, welche
vom inneren Boden bis zum Oberdeck
reichten und neben dem Nutzen eines hervor
ragenden Verbandes für den Schiffsrumpf
den Vorteil brachten, das Innere des
Schiffes in eine größere Zahl wasserdichter
Abteilungen zu trennen. Dieses wurde
auch durch zehn wasserdichte Querschotte
'begünstigt, welche sämtlich bis zum Ober
deck hinaufreichten und auf diese Weise
einen soliden Querverband herstellten.
Die Maschinenanlage bestand aus
einer viercylindrigen liegenden Maschine
von 4000 indizierten Pferdestärken, von
James Watt & Co. in Soho erbaut (Abb.
612. Schraube des „Great Sritarn". 618), zum Betrieb der Schiffsschraube von
7,3 m Durchmesser und 12 m Steigung
bei einer Umdrehungszahl von 39 pro Minute, und aus einer oscillierenden Radmaschine
mit vier Cylindern von 3650 indizierten Pferdestärken, von Scott Ruffel erbaut, welche
die beiden Schaufelräder von anfangs 17 m, später 14,6 m Durchmesser mit einer Um
drehungszahl von 11 pro Minute bewegten. Den Dampf von 1,6 Atmosphären Druck
lieferten 10 Kofferkessel mit einer gesamten Rost- und Heizfläche von 200 qm und
4270 qm. Je zwei Kessel waren in einem Heizraum aufgestellt und an einen Schornstein
angeschlossen. Außerdem waren noch verschiedene Hilfsmaschinen zum Betrieb der Anker-