Object : Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Aus  neuerer  Zeit  liege»  Mittheilungen  über  den  Rohr-Ertrag  in  der
oben  erwähnten  Versuchsanstalt  Magnoliastation  in  Louisiana  vor.  Sic
verdienen  angeführt  zu  werden,  um  wenigstens  einen  Vergleich  zu  ermöglichen ­
  der  siir  Cuba  wegen  der  Nachbarschaft  und  Concurren;  der
Zucker  aus  Luisiana  von  Interesse  ist,  bezüglich  dessen  aber  ausdrücklich
hervorgehoben  werde»  must,  das,  die  Verhältnisse,  unter  denen  dort  der
Rohrbau  betrieben  wird,  wesentlich  abweichen  von  denen  in  Cuba.  Mau
wird  austerdem  zu  berücksichtigen  haben,  das;  wahrscheinlich  die  Ernten
einer  Versuchsanstalt,  welche  aus  einem  kleinen  Felde  ans  unbeschränkten
Mitteln  arbeitet,  etwa«  anders  ausfallen,  als  im  grasten  landwirthschastlichen
  Betriebe.  ^
9W)  bein  Beri#  übet  bie  Wi#  in  bet  Gambagne  1885/86
mürben  bie  gelber  bet  9Kaqnoliaftotion  am  ^4.  Septewbet  1885  non  einem
jdimeten  Sturme  ^eimgefu^^t.  SlUeß  starte  3%oí)t  inntbe  niebctgefd)lagen
unb  tarn  in  golge  beffen  nid)t  gut  ^eife.  Blefem  Itmftanbe  luitb  and)  bie
geringere  gudetauébente  5ugei^^tleben.  Bie  Weiten  (tolling  season)  be»
gönnen  am  13.  November  1885  unb  enbigten  am  13.  Januar  1886.  Das
ieljtc  9%oi)t  mutbe  am  1.  Sammt  1886  gefdinittcn.  0ebfíamt  maten  übet»
i)auļ)t  484  acres  (1  acre  gíeid)  tnnb  40  %te),  also  etma  100  sedate,  unb
mie  es  scheint,  fast  bn  rd)  gängig  mit  bet  violetten  .)  i  o  Í)  t  g  a  tt  11  n  g,  511111  ïijeil
einjährigen  Schößlingen,  zum  Theil  volljährige  Pflanzen.  Erläuternd  mitb
darüber  bemerkt,  bas;  man  freilich  in  Cuba  von  demselben  Felde  zehn  bis
zmölf  Jahre  lang  Rohr  schneide,  ohne  die  Pflanzen  zu  erneuern;  Klima
und  Bobenbedingungen  seien  so  verschieden  von  denen  in  den  Tropen,  das;
ohne  Zweifel  auch  bie  Beschaffenheit  des  Rohres  dadurch  beeinflußt  werde.
Sodann  metben  Ergebnisse  von  26  bebauten  Parzellen  nach  Größe  und
Rohrgewicht  angegeben.  Die  Ernte  von  Schößlingen  schwankt  zwischen
16,04  unb  23,55  tons  bet  acre,  bet  510^0^11  mit  Sd)ôf;=Ungen
  gab  es  nur  13,51  unb  15,84  tons;  von  bin  volljährigen  Pflanzen
wurden  zwisd)en  13,81  bis  24,67  tons  gewonnen,  der  gesammte  Durchschnitt
  bet  ganzen  Ernte  mat  19,20  tons  ans  l  acte.  Die  Tonne  mit
2240  il  engl,  unb  bas  acre  mit  rund  40  Are  berechnet,  mürbe  auf  das
Hectar  eilte  Durchschnittsernte  von  488  D.-Etr.  kommen.
Die  vorjährige  Campagne  begann  nach  bein  erstatteten  Berichte  in  .
Ņîagnolia  am  7.  Rovember  1886  und  mat  bereits  am  20.  December  beendigt. ­
  Das  Wetter  im  Sommer  mat  nicht  besonders  günstig,  und  schon  am
17.  November  trat  vorübergehend  sehr  scharfer  Frost  ein.  Der  Ertrag  an  Rohr
war  ungewöhnlich  nichtig,  fein  Gehalt  an  gewinnbarem  Zucker  aber  etwas
grölet  al§  in  ben  æot^a^ten.  Bie  Äußbcute  mitb  für  1885/86  auf
2988  #.  engi.  an  Riefet  1.,  2.  unb  3.  Whiftä  bet  acre  angegeben,  für
1886/87  auf  nur  "l964  #.,  so  ba^  bet  9%inberertroq  oon  6,66  tons  3101)1
bet  acre  eine  id)Uc#id)e  9Rinbctauöbeute  oon  1024  #.  ^udet  ergeben  i)abe;
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