Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

Postverkehr in den anderen Ländern Enropas. 77Z 
Rumänien zählte 1897: 3062 Postanstalten, 4550 Briefkasten, 6528 Post- und 
Telegraphenbeamte. Befördert wurden 25 202 000 Briefe, 14 348 000 Postkarten, 
33 724 000 Drucksachen, Zeitungsnummern, Geschäftspapiere und Warenprobensendungen, 
835 000 Postanweisungen, 16 000 Postaufträge, 1006 000 Pakete, 259 000 Briefe 
mit Wertangabe. Die Einnahmen für Post und Telegraphie betrugen 7 210 000 Mark, 
die Ausgaben 6 460 000 Mark. 
In Bulgarien mit Ostrumelien waren 1898: 1978 Postanstalten, 590 Brief 
kasten und 3446 Post- und Telegraphenbedienstete vorhanden. Der Versendungsverkehr 
umfaßte 13 896 000 Briefe, 3 266 000 Postkarten, 15 420 000 Drucksachen, Geschäfts 
papiere und Warenprobensendungen, 377 000 Postanweisungen, 173 000 Pakete, 
9000 Briefe mit Wertangabe. Die Post- und Telegraphen-Einnahmen beliefen sich auf 
2 337 000 Mark, die Ausgaben auf 2 502 000 Mark. 
783. posthaus zu AtschinsK in Sibirien. 
In Serbien befanden sich im Jahre 1891: 100 Postanstalten und 314 Brief 
kasten. Das Post- und Telegraphenpersonal zählte 570 Köpfe. Unter den 18 056 000 
beförderten Postsendungen waren 8 849 000 Briefe, 354 000 Postkarten, 8 400 000 
Drucksachen, Zeitungsnummern,Geschäftspapiere und Warenprobensendungen, 52000 Post 
anweisungen, 237 000 Pakete und 159 000 Briefe mit Wertangabe enthalten. Für 
Post und Telegraphie wurden vereinnahmt 668 000 Mark, verausgabt 984 000 Mark. 
Die russischen Postanstalten zeigen namentlich im Osten des unermeßlichen 
Reiches, vornehmlich also in Sibirien und nach den asiatischen, weitausgedehnten Grenz 
ländern hin, die ganze Ursprünglichkeit einer frühesten Entwickelungsperiode; regelmäßige 
Posten zur Personenbeförderung gibt es dort nicht, die Reisen müssen vielmehr mittels 
Extrapost zurückgelegt werden. Die Straßenanlagen befinden sich in Rußland gegen 
wärtig noch größtenteils in sehr primitivem Zustande und sind kaum bei leidlich trockener 
Witterung befahrbar, geschweige denn bei schlechtem, nassem Wetter. Am besten reist 
sich's noch zur Winterszeit, wo die Wege mit Schnee bedeckt sind und die Fahrt im 
Schlitten zurückgelegt werden kann. Das erste, lvas man dort zur Reise bedarf, ist ein 
Paradoschna, eine Anweisung auf Postpferde, welche unter der Kontrolle der Regierung 
stehen; das zweite Erfordernis ein Reisepaß. Vorn auf der Tarantasse oder dem Schlitten
	        
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