Full text: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Umschaltesystem in Tischform. Das Mikrophon. 
Stöpselbrett 
Klappen 
Schlüssel 
bren' 
Fuss- 
bodens 
Klinkenfeld. 
Verbindungs 
kabel 
Einsenkung in 
den fufsboden 
oder 
HöhedesTritts. 
die zu Unzuträglichkeiten und Störungen des Betriebes führen können. Hervorzuheben 
ist namentlich der Umstand, daß die technische Ausführung eines Vielfachumschalters wegen 
der großen Anzahl von Drähten, welche in demselben vereinigt werden müssen, außer 
ordentlich schwierig ist und die größte Sorgfalt erfordert. Die Zahl der Drähte wächst 
überdies mit der Zahl der Leitungen, welche in eine Vermittelungsanstalt eingeführt werden. 
Die Folge davon ist, daß die Übersichtlichkeit der Drahtführungen in hohem Maße leider 
und daß bei eintretenden Störungen die Auffindung der Fehlerstelle große Ümsicht erfordert. 
Von diesen Schwierigkeiten wird man sich einen ungefähren Begriff machen können, wenn 
man bedenkt, daß in einer nur 1200 Teilnehmer fassenden Vermittelungsanstalt bereits 
mehr als 100 Irrn Drahtleitung zu den erforderlichen Verbindungen notwendig sind. Mit 
Hilfe dieses Systems ist man im 
stande, in einer Vermittelungsanstalt 
bis zu 5000 Anschlußleitungen zu 
vereinigen. Dieses Fassungsver 
mögen genügt aber auch nicht mehr, 
und so ist die Reichstelegraphen 
verwaltung dazu übergegangen, 
Bermittelungsanstalten mit einem 
Fassungsvermögen bis 12 500 An 
schlußleitungen einzurichten. Sie 
bedient sich dazu des Umschalte- 
systems in Tischform, dessen Ein 
richtung aus Abb. 843 ersichtlich 
ist. Das Klinkenfeld für 12 500 
Anschlüsse liegt wagerecht in Tisch 
höhe und kann von zwei Seiten aus 
benutzt werden. Jede Seite des Um 
schalters enthält an der Borderwand 
200 Klappen für Teilnehmerlei 
tungen; das Brett mit den Um 
schaltern und Ruftasten ist unter 
halb der Klappen, das Stöpselbrett 
über den Klappen angebracht. Die 
Kabel sind unterhalb des Gestells 
angeordnet. Diese Einrichtung macht 
es indes erforderlich, daß das Ge 
stell, welches die Klinken und Kabel 
trägt, 80 bis 100 cm in den Fuß 
boden versenkt oder, wo dieses nicht 
angeht, ringsum mit einem ebenso 
hohen Podiüm versehen wird. Die 
Mikrophone hängen an einem aus Messingröhren gefertigten Gestell von solcher Höhe, 
daß die Bedienung der Tafeln nicht behindert wird, oder sie werden von den Be 
amtinnen auf der Brust getragen und mittels Stöpselschnüren mit dem Umschalter in 
Verbindung gebracht. Die Abb. 844 veranschaulicht die erste derartige Einrichtung in 
Hamburg, es gibt deren aber bereits auch in Berlin, Frankfurt a. M., Dresden und 
in anderen Orten. 
Als Sprechapparate dienen allgemein Mikrophone, deren Kohle aus festen Stücken 
— Walzen, Ringen — oder aus kleinen Körnern (Pulverformmikrophone) besteht. Der 
Anruf erfolgt neuerdings ausschließlich mittels Induktors. Die Einrichtung des in der 
Reichstelegraphenverwaltung früher allgemein verwendeten Mikrophons mit Dämpfung 
ist aus Abb. 845 u. 846 ersichtlich. Die Kohlenwalzen c sind in den massiven Kohlen 
klötzen 5 gelagert, welche auf der Rückseite der Sprechplatte P befestigt sind. Mittels der 
Federn ä werden die Walzen leicht gegen ihre Lager gepreßt. Spricht man durch den 
843. KUnkentilfrl.
	        
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