Full text : Bankpolitik

['3.  Tas  Eigenkapital  der  Banken.  5
nähernder  Genauigkeit  abzuschätzende  Zrist  regelmäßige  (langfristige)
Einlagen  und
5.  Die  Pfandbriefinstitute,  welche  vertraglich  Rapitalien  für
festbestimmte,  jahrzehntelange  Dauer  erhalten.
3.  Vas  Ligenkapital  der  Banken.
Oie  Banken  beschaffen  sich  die  zum  Geschäftsbetrieb  erforderlichen
Mittel  durch  Eingehen  von  Schuldverpflichtungen  in  den  verschiedenen
Zormen.  Eigenkapital  ist  nicht  begriffsnotwendig,  findet  sich  aber  bei
fast  allen  Banken.  Es  dient  folgenden  Zwecken:
1.  Oer  Schaffung  von  vertrauen,  welches  erforderlich  ist,  um
dem  Institut  den  nötigen  Rredit  zu  sichern.  Garantie  von  öffentlichen
Rörperschaften,  staatlicher  Zwang  bei  der  Notenannahme  oder  selbst
vertrauen  des  Publikums  zu  den  Gründern  des  Instituts  vermögen
das  Eigenkapital  zu  ersetzen.
2.  Oer  Deckung  von  Verlusten  im  Geschäftsbetrieb.
3.  Oer  Erhöhung  der  Sicherheit  der  Disposition  durch  Zuführung
von  Rapitalien,  welche  der  Bank  nicht  entzogen  werden  können.
4.  Der  Ermöglichung  von  Geschäften,  welche  Rapitalfestlegung
zur  §olge  haben.
Die  erste  Aufgabe  kann  nur  durch  einen  Gründungsfonds  bei
nicht  öffentlich-rechtlichen  Instituten  durch  Aktienkapital,  die  andern
auch  durch  Bildung  und  Dotierung  von  Reservefonds  aus  den  laufenden ­
  Gewinnen  erfüllt  werden.  Die  Bedeutung  des  eigenen  Rapitals
ist  bei  den  einzelnen  Arten  der  Banken  sehr  verschieden.
Das  Eigenkapital  der  Notenbanken.  In  einem  Staat
mit  geordneter  Zinanzwirtschaft  gewinnt  eine  Zentralnotenbank  allein
durch  den  Besitz  des  Notenmonopols  alles  vertrauen,  dessen  sie  zu
ihrem  Geschäftsbetrieb  bedarf.  Oie  neue  schweizer  Nationalbank  oder  die
Notenbanken  in  den  vereinigten  Staaten  hätten  um  des  Vertrauenserwerbs ­
  willen  Rapital  nicht  gebraucht:  wenn  es  nur  Noten  einer  einzigen ­
  Bank  gibt,  wenn  die  staatliche  Autorität  hinter  der  Bank  steht,
nimmt  das  Publikum  die  Noten  an,  ohne  Rücksicht  auf  die  höhe  des
Eiaenkapitals.  Eine  Unterbilan;  kommt  bei  den  Zentralbanken  der
Gegenwart  nicht  mehr  vor:  Oie  Bank  von  England  hat  seit  Beginn
des  18.  Jahrhunderts,  die  anderen  großen  Notenbanken  seit  ihrem
Bestehen  nie  eine  Verlustbilanz  aufzuweisen  und  selbst  bei  schweren
Ratastrophen  der  Volkswirtschaft  haben  die  Verluste  nur  eine  Quote
des  Iahresgervinns  betragen,  zum  Beispiel  bei  der  Bank  von  §rank-
            
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