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48. Am; und Rentabilität.
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dingungen des Anlagekredits dar,- ein Unternehmen wird neues Kapital
nicht emittieren, wenn die Bedingungen teurer sind als die Kreditbe-
dingungen, von solchen Fällen abgesehen, wo eine Konsolidierung der
Schulden als notwendig befunden wird. Ls ist jedoch sehr zu beachten,
daß Anlagekredit nur in begrenztem Matz erlangbar ist.
Kür die Uiindestforderungen des Besitzers von verfügbarem Kapital
kommen zwei Momente in Betracht: Gb der Anleger mit eigenem
oder fremdem Gelde arbeitet, und ob er im ersteren Fall die Wahl hat,
außerhalb des organisierten Kapitalmarktes Anlagen vorzunehmen.
1. Versicherungsgesellschaften müssen bei ihren Kapitalanlagen
die Rechnungsgrundlage der Prämienreserve zuzüglich des Verwaltungs
zuschlages jedenfalls erzielen, Kreditbanken mindestens die von ihnen
auf dem Geldmarkt zu zahlenden Zinsen.
2. ver Besitzer von Ligenkapitat ist wegen der Freiheit von Kurs
verlusten geneigt, zu gleichen Bedingungen sein Sparkapital lieber dem
Geldmarkt in Form von Bankguthaben zuzuwenden, wenn er dort glei
chen Ertrag erzielt wie auf dem Rentenmarkt. Bei niedrigem Renten
zins wird der Besitzer von Großkapital die Tendenz haben, Anlagen
auf dem nicht organisierten Markt aufzusuchen.
Ueberwiegt das Kapitalangebot so sehr, daß diejenigen größeren
Kapitalisten, welche die Wahl haben, ihr Kapital bei für sie unzureichen
den Bedingungen außerhalb des Effektenmarkts anzulegen, zur Deckung
des Bedarfs nicht mehr benötigt werden, so hat der Rentenzinssatz die
Tendenz sich der Vergütungsrate für Bankguthaben zu nähern.
Der Zahresbedarf des Effektenmarktes wird bestimmt durch die
Summe von Neuemissionen von Renten, Pfandbriefen, Obligationen
und Aktien zuzüglich der Verkäufe bisheriger Effektenbesitzer, die den
Erlös außerhalb des nationalen Effektenmarktes — dem nicht organi
sierten Kapitalmarkt, dem Geldmarkt, oder im Ausland — anlegen. Das
jährliche Angebot an Kapital wird durch das Ouantum der neu erzielten
Einkünfte bestimmt, welche dem Effektenmarkt direkt zugeführt werden,
den Zuflüssen vom unorganisierten Kapitalmarkt, vom Geldmarkt und
vom Ausland.
Nehmen wir an, dem Effektenmarkt eines Landes stünden in einem
Jahr 750 Millionen M. zur Verfügung,' im Vorjahr standen vierprozent
ige Renten im Durchschnitt auf 100 und von Aktien verlangte man eiüe
Rentabilität von 6 %. Zm neuen Zahr kommen 700 Millionen M. Renten
auf den Markt und ein Paket neuer Aktien, bei denen 15 Millionen M.
Ertrag zu erwarten ist,' wird dieser letztere zu 6% kapitalisiert, so muß
dafür ein Kapital von 15. m / 6 — 250Millionen M. bereitgestellt werden.