Full text: Die Kaufkraft des Geldes

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VI. Kapitel. 
§4. 
In jeder vollständigen Darlegung der Kräfte, welche die Kaufkraft 
des Geldes bestimmen, ist es notwendig, drei Gruppen von Faktoren fest ins 
Auge zu fassen: 1. die Produktion oder den „Zufluß“ von Gold (d. h. aus 
den Minen); 2. den Verbrauch oder den „Abfluß“ des Goldes (a) in die 
Industrie, b) durch Zerstörung und Verlust); 3. den „Vorrat“ oder 
das Reservoir von Gold (entweder Münzen oder Barrengold), welches den 
Zufluß erfährt und den Abfluß erleidet. Die Verhältnisse dieser drei 
Arten von Größen zueinander können vermittelst eines Schaubildes 
wiedergegeben werden, wie es in Figur 5 ersichtlich ist. Dieses stellt 
zwei miteinander verbundene, eine Flüssigkeit enthaltende Reservoire dar, 
G b und G m . Der Inhalt des ersten Reservoirs repräsentiert den Vorrat 
an Barrengold (Gold lulliori) und der des zweiten Behälters den Vorrat 
des gemünzten Goldes (Gold money). Da nun die Kaufkraft mit der Selten 
heit zunimmt, soll der Abstand zwischen dem Rand der Zisternen oo und 
dem Spiegel der Flüssigkeit die Kaufkraft des Goldes für andere Güter dar- 
steflen. Ein Sinken des Flüssigkeitsniveaus zeigt eine Zunahme in der 
Kaufkraft des Geldes an, da wir ja diese Kaufkraft von der Linie oo nach 
abwärts zur Oberfläche der Flüssigkeit bemessen. Wir wollen es unter 
lassen, andere Formen der Umlaufsmittel in dem Diagramm ausführ 
licher zur Veranschaulichung zu bringen. Wir haben gesehen, daß 
normalerweise die Quantitäten anderer Umlaufsmittel zur Quantität des Bar 
geldes, das wir uns in Gold vorstellen, in einem bestimmten Verhältnisse 
stehen. Die Veränderung in der Kaufkraft dieses Bargeldes kann daher
	        
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