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Gruppe VI. Rohstoffe und Erzeugnisse
der chemischen Industrie.
89. Stassfurter Salze (Abraumsalze), auch gemahlen;
Chlorkalium, schwefelsaures Kali
Anmerkung. Die Bestimmung dieses Ar
tikels bleibt bis zum 1./14. Januar 1911 in Kraft.
Die Gültigkeitsdauer der Bestimmung
des Art. 89 ist durch das Gesetz vom 19. Dez.
a. St. 1910 b i s z u m 31. M ä r z a. St. 1912 verlängert
worden (C. 10, Nr. 39 320).
Als Stassfurter Salze in natürlichem Zustande,
die nach Art. 89 zu behandeln sind, haben folgende natür
liche Salze zu gelten: Kainit (Gemisch von Chlorkalium und
schwefelsaurem Magnium); Carnallit (Gemisch von Chlor-
magnium und Chlorkalium); Kiserit (rohes, unreines, schwefel
saures Magnium); Polygalit (Gemisch der schwefelsauren
Salze von Kalium, Magnium und Kalzium) (C. 93, Nr. 24 339).
90. Natürliche Salze jeder Art, nicht besonders
genannt, ungereinigt; Solen (Kreuznacher und
andere) darunter auch Heringslake; mineralischer
Schlamm — in Fässern, Kisten, Blechbüchsen
und ähnlichen grossen Behältern eingeführt, für
das Pud
91. Schwefel:
1. roh, ungereinigt, in Klumpen:
a) in die Häfen des Baltischen Meeres, des
Gouvernements Archangelsk und über
die westliche Landgrenze eingeführt, für
das Pud
b) in die Häfen des Schwarzen und des
Asowschen Meeres eingeführt, für das Pud
Pulver, das bei der Reinigung des Leuchtgases ge
wonnen wird und Schwefel enthält, wird wie ungereinigter
Schwefel — nach Art. 91, P. 1, verzollt (C. 06, Nr. 3379).
2. gereinigt; Schwefelblume, für das Pud . .
92. Spiessglanz oder Antimon:
1. roh, für das Pud
Das Antimon-Präparat, welches ein rohes, un
gereinigtes Oxyd von Antimon darstellt — nach Art. 92, P. 1
(C. 91, Nr. 23 187).
2. in metallischem Zustande, für das Pud .
zollfrei.
0,15 R
0,03 R
1,077, «•
0,30 R
0,30 R
0,45 R