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das berühmte „failure of the equation of exchange“ (Jevons). Sie
entspringt der Tatsache der mangelnden Meßbarkeit der Nachfrage,
der „extensibility of demand“, die besonders auffällig in die Erschei-
nung tritt, wenn nur zwei Parteien, die wir vorläufig im Sinne des
folgenden Beispiels als Individuen annehmen wollen, einander im
Tausch begegnen. Edgeworth*) wählt für die Darstellung dieser
„characteristical evil of indeterminate contract“ die Situation
Robinson-Freitag, in der Robinson Teile des Ertrages der gemein-
samen Arbeit gegen die ausführende Arbeit Freitags tauscht.
Stellen wir uns diesen Tausch geometrisch vor, So wird in dem Ko-
ordinatensystem yOx die Abszisse x die Mengen des Tauschgegen-
standes von Robinson, die Ordinate y die Mengen des Tausch-
gegenstandes von Freitag darstellen. Die Geraden OA, OB ent;
Fig.)
sprechen etwa den Kostenlinien der Figuren 1—5 unseres Exkurses;
nur daß hier die Begründung eine andere ist. In der Terminologie
Edgeworths heißen sie „Indifferenzkurven“, d. s. Kurven, deren
Punkte eine Art neutraler Mengenbeziehung ausdrücken, bei der
das tauschende Individuum sowohl tauschen wie selbst produzieren
kann, da sich Nutzengewinn und Nutzenverlust („Kostennutzen“‘)
die Wage halten. So zeigt etwa die Gerade OA in unserer Figur,
daß jeder Punkt von ihr dem Verhältnis x: y = 3%: ı entspricht,
ein Wertverhältnis, das wir auch als Grenznutzenniveau bezeichnen
können. Während wir also früher die Geraden OA und OB als
Kostenbeziehung, z. B. a Mengen x kosten b Mengen y gelesen haben,
ı) Vgl. Edgeworth, Mathematical Psychics. London 1889, S. 28/9ff.