litik) geführt und schon die Grundgedanken seines Haupt-
werkes enthalten hat. Acht Jahre später ist er mit seinem
berühmtem Werk „F orts<ritt und Armut"
(Progress and Poverty) hervorgetreten, von dem wir im
Jahr 1881 eine vortreffliche deutsche übersetzung von E.
D. F. Gütschow erhalten haben. Der übersetzer sagt in
seinem Vorwort mit Recht, daß es eines jener Original-
werke sei, die in langen Zwischenräumen ersscheinend, den
Gedanken Richtungen geben, und die Arena für einen
neuen Kampf der Meinungen eröffnen. Das Verlag-
recht dieser Ausgabe, der ich hier folge, ist inzwischen auf
den Bund deutscher Bodenreformer übergegangen. Eine
andere Ausgabe ist in der Bibliothek der Weltliteratur
im Verlage von Hendel in Halle erschienen, und eine
dritte ist auf meine Veranlassung von der Verlaganstalt
von Philipp Reclam jun. in Leipzig herausgegeben wor-
den. Das Werk ist in viele Sprachen übersetzt worden
und ist eins der am meisten verbreiteten Bücher der
Welt geworden.
i f Hcss den von Henry George geführten Schlägen sind
manche Lehren ins wanken geraten, die sich im Ge-
biet der englischen Sprache bis dahin erhalten hatten.
Es gilt das besonders für die herrschende Lehre vom
Lohn. Nach dieser sollte der Arbeitlohn ausschließlich
durch das Verhältnis zwischen der Zahl der Arbeiter und
der ihrer Beschäftigung gewidmeten Summe von Kapital
bestimmt werden und beständig dem Minimum des Le-
bensunterhaltes zustreben. Die Vermehrung der Arbei-
terzahl sollte die natürliche Tendenz haben, jeder Kapital-
vermehrung zu folgen und sie zu überholen. Diese Lehre
trage das Giro der größten Nationalökonomen und werde
auf allen oder auf fast allen englischen und amerikani-
schen Universitäten gelehrt. So verbreitet und so tief
gewurzelt diese Theorie auch sei, sie stimme mit unleug-
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