weise im Laufe der Jahre insgesamt eine Erneuerung, Vergrößerung
erfahren. Bei Brückenbauten z. B. machen sich zahlreiche Neubeschaf-
lungen, d. h. Ausbau alten Materials, erforderlich, da die älteren Bauten
für die schwereren Lokomotiven und höheren Fahrgeschwindigkeiten
nicht mehr genügen. Der oben zitierte Reichsbahnbericht sagt hierüber:
„Das Verstärkungsprogramm der Brücken soll nun mit dem
Ziele weitergeführt werden, daß die neubeschafften Lokomotiven
mit 20 t Achsdruck freizügig verkehren können. Zur Durch-
führung dieses Programms werden nach überschläglicher Berech-
nung noch über 200 Millionen aufzuwenden sein... Wenn das bis-
herige Schrittmaß in Umbau und Verstärkung eingehalten werden
kann, so würde dieses Programm in etwa fünf Jahren durchgeführt
sein*).“
Die meisten eisernen Produktionsmittel haben
aber eine kurz e Lebensdauer.
Hierunter fallen insbesondere Maschinen. Das Gutachten 2 der
Eisenindustrie meint”):
„Während früher eine Maschine, sobald sich ihre Verwendung
wegen technischer Verbesserung nicht mehr als wirtschaftlich er-
wies, oder wenn sie abgenutzt war, verschrottet wurde, besitzt die
Technik heute mehr Maschinen von Standardtypen, die erheblich
länger als solche älterer Bauweise benutzt werden können.“
Die Dauer der Benutzbarkeit der Maschinen differiert im einzelnen
je nach Konstruktion und Konstruktionsmaterial, Beanspruchung und
Behandlung der Maschinen sehr stark. Für Lokomotiven nimmt
eine amerikanische Erhebung*) als Durchschnittslebensalter etwa 30
bis 35 Jahre an, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß unter Um-
ständen nach 30 Jahren eine Lokomotive bereits so oft in der Reparatur-
werkstätte überholt ist. daß nur noch wenig 30 Jahre altes Eisen in
ihr steckt.
Für landwirtschäftliche Maschinen nehmen französische
and russische Zusammenstellungen folgende Abnutzungszeiten an:
Pflüge. ...0.0.0000000 001 HH
Eggen. . 0.00.0000 000444
Jüngerstreuer . .......00000* 4
Sämaschinen . .....0.0.1.0004
Erntemaschinen .... Wen
Dreschmaschinen ‚.........
Sortiermaschinen ..........4
Französische
Zahlen 9)
{
Russische
Zahlen ©)
Tahra
‚Tahre
8— 10
‚0
10
15
5—10
20
12
15
) 15
12
Y Aa. 0. S. 232.
) siehe S. 297.
} Machinery, Bd. 30. März 1924, S. 512.
'‘) Rapport g6neral sur l’industrie francaise, Paris 1919, S. 359.
5) Zeitschrift „Aus der Volkswirtschaft der U.d. 8. S. R.“ 5. Jahrgang, Heft 1
bis 2 vom Januar 1926. 509