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Die einzelnen Wirtschaftszweige etc.
gewonnen (1924: 24.647 kg), womit Mexico. an vierte Stelle
unter den golderzeugenden Ländern getreten ist. Gold kommt
häufig gediegen in Quarzriffen oder Alluvialabsätzen vor, sehr
häufig auch in Begleitung von Silber, Kupfer und anderen
Metallen. Die wichtigsten Goldvorkommen sind in den Staaten
Mexico (1924: über */, der Gesamterzeugung, besonders El Oro),
Hidalgo (*/s, Pachuca, Real del Monte) Michuacän (*/,, besonders
Tlalpujahua), Chihuähua (*/,,, besonders Santa Bärbara), Guana-
juato, Jalisco und Zacatecas. |
Blei kommt als Bleiglanz, der oft silber- und goldhaltig ist,
hauptsächlich in Form von Gängen in Kreidekalken in großen
Mengen vor und wird in neuerer Zeit in wachsendem Maß aus-
gebeutet, so in den Staaten Chihuähua (über */, der Gesamt-
gewinnung, besonders Santa Bärbara, Santa Eulalia und Villa
Ahumada), Coahuila und Nuevo Leön (bei Lampazos), wo Blei-
glanz in Verbindung mit Zinkblende auftritt. Der Gesamtertrag
belief sich 1924 auf 165,000.000 kg.
Kupfer kommt in Mexico vielfach vor, zum Teil mit Gold
und Silber vergesellschaftet. Die Gesamtgewinnung belief sich
1924 auf 50 Millionen kg, wovon Sonora über die Hälfte bei-
steuerte (besonders Cananea und Pilares de Nacozari), Nieder-
kalifornien über */, (Mulege), Zacate6cas */,, (besonders Mazapil).
Quecksilber wird in Mexico zur Zeit in den Staaten
Hidalgo (*/2), San Luis Potosi (*/‚) und Zacatecas gewonnen:
1924 36.665 kg — nicht genug, um den Bedarf des Landes für
die Amalgamationsmethoden zu decken, weshalb noch Einfuhr
aus Spanien und Kalifornien nötig ist. Quecksilberhaltige Lager
in Queretaro werden zur Zeit noch nicht ausgebeutet.
Eisen kommt in guten Erzen, namentlich als Magnet-
eisen und Hämatit, vielfach vor, wird aber wegen Transport-
schwierigkeiten und Kohlenmangel noch wenig bearbeitet. Am
bedeutendsten ist die Eisenförderung in den Staaten Durango
(Cerro de Mercado) und Nuevo Le6n. 1924 wurden insgesamt
45.063 t Eisenerz ausgeschmolzen.
Antimon wurde 1924 in S. Luis Potosi und Nuevo Leön
gewonnen: 774.567 kg. Antimonlager sind auch in Guerrero
(Cualae) und Queretaro bekannt.