16 Oie wirtschaftliche Entwicklung der Industrie im Gsten.
Kohle und fremden Erzen denkbar. $ik den Osten bleibt also
auf diesem Gebiet im besten Sali die Möglichkeit, eine den
speziellen lokalen Bedürfnissen des östlichen Wirtschaftslebens
angepaßte Kleineisenindustrie, speziell Maschinen- und Gußwarenindustrie,
wie sie schon in Graudenz in bedeutenden Werken
durchgeführt ist, ins Leben zu rufen.
Auch sonst ist aber an dieser Stelle der Gedanke zu ventilieren,
ob es nicht denkbar erscheint, an die Stelle der alten
Vorbedingungen der Großindustrie wenigstens zu einem Teil
die Erzeugung von Kraft durch die vereinigt erfolgende Verwendung
der vorhandenen Wasserkräfte zu beschaffen. Es wird
nach dem heutigen Stande der Technik zuzugeben sein, daß in
Pommern und Teilen Westpreußens eine derartige Ausnutzung
von Wasserkraftanlagen durchaus innerhalb des Bereiches der
Möglichkeit liegt. Wir finden daher hier schon jetzt allgemein
ein tatkräftiges Eingreifen von Kommunen und seitens der
Provinzen, um durch Einrichtung von Stauwerken, durch Talsperren
und ähnliches, industrielle Kraftanlagen herzustellen,
vorerst werden diese Überlandzentralen allerdings wohl im
wesentlichen Beleuchtungszwecken und der Beschaffung von Kraftantrieb
für landwirtschaftliche Maschinen dienen, die Möglichkeit
der Angliederung bedeutenderer industriellen Betriebe an diese
Überlandzentralen scheint jedoch unter der Voraussetzung, daß
diese Zentralen von vornherein in genügenden Dimensionen
ausgebaut werden, durchaus innerhalb des Bereiches der Möglichkeit
zu liegen.
wir sahen, die wichtigsten Naturfaktoren für eine Industrialisation
des Ostens im großen sind nicht gegeben. Bedeutend
ist für den Osten nur die Produktion von holz, die aber immerhin
noch nicht so groß ist, daß sie die Verwendung ausländischen
Holzes innerhalb dieses Gebietes verhindert. An industri-