Full text: Die Schweiz

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auszutauschen. In der gleichen Lage befinden sich die 
meisten Länder Westeuropas. Dagegen vermögen die 
verhältnismäßig schwach bevölkerten Ackerbauländer Ost 
europas dem industriellen Westen ihren Überfluß an 
Lebensmitteln abzugeben. 
Einfuhr und Die Gesamteinfuhr der Schweiz erreichte 1912 den 
Ausfuhr sffieit ßon 1979 UM. Fr., die Ausfuhr 1358 Mill. Fr. 
Mit dieser gewaltigen Handelsbewegung steht die Schweiz, 
nach der Kopfzahl der Bevölkerung berechnet, weitaus 
an der Spitze aller Länder. Die Mehreinfuhr hat nicht 
notwendigerweise die Verarmung des Landes zur Folge; 
denn durch den Fremdenverkehr und durch Geschäftsunter 
nehmungen kommen bedeutende Summen über die Grenze 
herein, die den Unterschied im Güteraustausch mehr als 
aufwiegen. 
Handel mit den Die Binnenlage nötigt die Schweiz zu einem starken 
Grenzländern Warenaustausch mit den Grenzländern. Vor allem lehnt 
sie sich an Deutschland an, wie aus der hohen deutschen 
Einfuhr hervorgeht; Deutschland sieht in der Schweiz 
einen trotz der geringen Größe des Landes wichtigen 
Abnehmer seiner Produkte. Unter den vier Grenzstaaten 
hat Österreich-Ungarn die schwächsten Handelsbeziehungen 
zur Schweiz. Der Grund liegt wohl darin, daß sich 
das schwach bevölkerte und an Hilfsmitteln arme öster 
reichische Alpenland als breite Schranke zwischen der 
Schweiz und dem Keruland des Donaustaates aufrichtet. 
Anteil in Die folgenden Zahlen zeigen den Anteil einzelner 
Prozenten Länder an der Einfuhr und Ausfuhr der Schweiz in 
Prozenten *. 
Einfuhr 
Aussuhr 
Deutschland 
330/0 
230/0 
Österreich-Ungarn 
6°/o 
6 0/0 
Die vier Grenzländer 
68O/0 
46»/o 
Europa 
860/0 
750/0 
1 Alle Zahlen gelten für 1912.
	        
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