Full text: Die Schweiz

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tung weit hinter dem Gotthard zurück. Der große Ver 
kehr unigeht die beiden Flügel der Nordalpen und dringt 
durch die Pforten des Rhone- und Nheintales zu den 
Bergübergängen der Südalpen vor; seit kurzem öffnet 
die Lötschbergbahn einen direkten Zugang durch die Berner 
Alpen ins Wallis zum Simplontunnel. Die reiche Glie 
derung der Bergketten durch Quertäler und Paßeinschnitte 
erleichtert den Güteraustausch querüber in solchem Maße, 
daß die Alpen von jeher als eines der meistbegangenen 
Gebirge gelten konnten. Über den Großen St. Bernhard, 
Simplon, Splügen, Septimen und Julien führten viel 
benutzte römische Pässe ins Mittelland und zur Rhein 
umbiegung bei Basel hinaus. 
Die Hügel des Mittellandes sind für den Verkehr 
ein viel geringeres Hemmnis als die Alpen- und Jura 
ketten; immerhin folgen die Wege auch hier sorgfältig 
den tiefsten Stellen und weichen den Höhen nach Mög 
lichkeit ans. Ohne Stufe treten die Flußtäler aus den 
Alpen ins Mittelland ein und ziehen zwischen den parallel 
laufenden Höhenrücken zum Jurafuß hinüber. Ungehindert 
dringt der Verkehr aus bequemen Wegen aus dem Mittel 
land in die Alpentäler ein und knüpft zwischen den bei 
den ungleich gearteten Landschaften bisweilen engere Be 
ziehungen, als sie im Mittelland in der Westostrichtung 
von Abschnitt zu Abschnitt bestehen. Hier drängen die 
quer zum Jura hinüberziehenden Hügel und Täler den 
Verkehr aus der geraden Richtung ab. So umgeht die 
kürzeste Verbindung zwischen Zürich und Bern die Hügel 
reihe, indem sie dem Limmattal und dann der breiten 
Senke des Aaretales folgt. 
In der Neuzeit ist der Gütertransport und der 
Personenverkehr auf größere Entfernung fast gänzlich auf 
die Eisenbahn übergegangen. Die Straßen haben im 
stark anschwellenden, örtlichen Kleinverkehr und als Zu- 
sahrtslinien zu den Bahnen einen Ersatz gefunden. Der 
Bau der Alpenbahnen nahm den Alpenstraßen einen 
großen Teil ihrer frühern Bedeutung; insbesondere gilt 
Flückiger, Schweiz 
Mittelland 
Eisenbahnen 
nnd Straßen 
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